Der erfolgreiche NSSL-Start der Mission USSF-87
Vulcan Centaur startet erfolgreich mit USSF-87 Mission in geostationären Orbit
Bearbeitet von: Tetiana Martynovska 17
Die United Launch Alliance (ULA) hat am frühen Donnerstag, dem 12. Februar 2026, um 4:22 Uhr Eastern Time, die Mission USSF-87 erfolgreich in den geostationären Orbit (GEO) befördert. Dieser sicherheitskritische Auftrag zielte darauf ab, die Nutzlasten in eine Höhe von über 22.000 Meilen über der Erde zu bringen. Der Start erfolgte vom Space Launch Complex 41 auf der Cape Canaveral Space Force Station in Florida.
Eine Vulcan-Rakete startete vom SLC-41 und trug die Mission USSF87.
Dies stellt den vierten Flug für die Vulcan Centaur und den zweiten Einsatz unter dem National Security Space Launch (NSSL) Programm dar, nachdem die operative Einführung mit USSF-106 im August 2025 erfolgte. Die eingesetzte Rakete war die Vulcan VC4S Konfiguration, welche für den initialen Aufstieg vier externe Feststoffraketenbooster (SRBs) nutzte, die nach etwa 90 Sekunden Brenndauer abgetrennt wurden. Die Hauptnutzlast umfasste die beiden von Northrop Grumman gefertigten manövrierfähigen Geosynchronous Space Situational Awareness Program (GSSAP) Satelliten, GSSAP-7 und GSSAP-8. Zusätzlich beförderte ein propulsiver ESPA-Ring Forschung-, Entwicklungs- und Trainingsnutzlasten für die Space Force.
Ein bemerkenswertes Detail des Einsatzes war die geplante Brenndauer der Centaur V Oberstufe von nahezu zehn Stunden, was einen neuen Dauerrekord für die Vulcan Rakete markiert hätte. Die GSSAP-Satelliten fungieren als Überwachungssensoren im GEO-Bereich, um Objekte zu verfolgen und die Flugsicherheit zu gewährleisten. Während des Aufstiegs registrierten Beobachter eine möglicherweise unregelmäßige Rauchfahne eines der SRBs, was an eine frühere Anomalie erinnerte. Trotz dieser visuellen Beobachtung meldete die ULA während der Übertragung keine Beeinträchtigungen, und die Mission wurde erfolgreich in den Zielorbit gebracht.
Gary Wentz, ULA Vizepräsident für Atlas- und Vulcan-Programme, charakterisierte die Beobachtung später als eine „signifikante Leistungsanomalie“, betonte jedoch, dass Booster und Centaur nominal funktioniert hätten. Die ULA wird kommissarisch von John Elbon geleitet, der nach dem Ausscheiden von CEO Tory Bruno im Dezember 2025 diese Position übernahm und seinen Ruhestand verschob, um das Unternehmen durch das operative Jahr zu führen. Die Führungsebene, einschließlich des neuen COO Mark Peller, konzentriert sich darauf, die Startfrequenz zu steigern, um einen Auftragsstau von über 80 Missionen, darunter viele für die Amazon Leo Konstellation, zu bewältigen.
Die erfolgreiche Durchführung der USSF-87 Mission unterstreicht die Fähigkeit der Vulcan Centaur, komplexe, lang andauernde Lieferungen in den geostationären Orbit unter klassifizierten Parametern zu bewältigen. Die Konfiguration VC4S mit vier SRBs ist für die Bereitstellung der erforderlichen hohen Energie für diese anspruchsvollen Orbits notwendig. Die ULA strebt für das Kalenderjahr 2026 insgesamt 18 bis 22 Starts an, ein deutlicher Anstieg gegenüber den sechs Flügen im Jahr 2025. Die Vulcan Centaur ersetzt die Systeme Atlas V und Delta IV und soll den Bedarf des NSSL-Programms decken, während sie gleichzeitig kommerzielle Aufträge bedient.
Quellen
SpaceNews
United Launch Alliance
Space Systems Command
TalkOfTitusville.com
Spaceflight Now
