BMW bestätigt für 2027 vollelektrischen M3 mit Quad-Motor auf Basis der Neuen Klasse

Bearbeitet von: Tetiana Pin

Die BMW M GmbH markiert den Beginn einer neuen Ära für Hochleistungsfahrzeuge mit der Bestätigung des ersten rein elektrischen M-Modells, des elektrischen M3 mit dem Codenamen „ZA0“. Dieses Fahrzeug, dessen Markteinführung für das Jahr 2027 vorgesehen ist, wird auf der grundlegend neuen Architektur der „Neuen Klasse“ basieren. Die technischen Spezifikationen wurden offiziell am 14. Januar 2026 bekannt gegeben, wobei die Entwicklung eng mit den Standorten München und London verbunden ist. Franciscus van Meel, Geschäftsführer der BMW M GmbH, erklärte, dass dieses neue Hochleistungs-BEV einen neuen Maßstab im Segment setzen soll.

Das Kernstück der elektrischen M3-Konzeption ist ein neu entwickeltes Quad-Motor-Setup, bei dem jeder der vier Elektromotoren ein einzelnes Rad antreibt. Diese Anordnung ermöglicht eine individuelle Drehmomentsteuerung, die eine neue Dimension der Fahrwerkskontrolle eröffnet. Das System ist so konzipiert, dass es die vordere Achse bei Bedarf vollständig entkoppeln kann, um einen reinen Heckantrieb zu simulieren, was den traditionellen M-Fahrern entgegenkommt. Die Leistungsentfaltung soll die bisherigen M Performance Modelle deutlich übertreffen.

Die Koordination dieser Antriebe übernimmt ein zentraler Steuerungsrechner, das sogenannte „Heart of Joy“, der Daten zehnmal schneller als frühere Systeme verarbeitet und Latenzzeiten in den Millisekundenbereich senkt. Die Energieversorgung erfolgt über ein strukturelles 800-Volt-Batteriepaket mit einer nutzbaren Kapazität von über 100 kWh, das mithilfe von Gen6 zylindrischen Zellen realisiert wird. Diese Batterieeinheit wird direkt in die Karosseriestruktur integriert, um die Torsionssteifigkeit des Chassis zu erhöhen und so dem Gewichtszuwachs durch die Hochleistungskomponenten entgegenzuwirken.

Um das unvermeidliche Mehrgewicht der Hochleistungsausrüstung zu kompensieren, setzt BMW M auf den Einsatz von Naturfaserverbundwerkstoffen anstelle von traditionellem Carbonfaserverbund (CFK). In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Unternehmen Bcomp werden diese Flachsfaser-basierten Komponenten, die bereits im Motorsport erprobt sind, für Exterieur- und Interieur-Sichtbauteile verwendet. Diese Materialien reduzieren die CO₂-Emissionen in der Herstellung im Vergleich zu CFK um etwa 40 %.

Trotz der vollständigen Elektrifizierung integrieren die Ingenieure um Projektleiter Axel Theiling Elemente des M-typischen Fahrerlebnisses in die digitale Steuerung. Dazu gehören simulierte Gangwechsel und eine künstliche Soundkulisse, die an klassische Saugmotoren erinnern soll. Die Neue-Klasse-Plattform, deren Serienproduktion Ende 2025 im Werk Debrecen, Ungarn, beginnen soll, bildet die technologische Grundlage. Während der vollelektrische M3 für 2027 bestätigt ist, plant BMW eine Dualstrategie, wobei eine Version mit Verbrennungsmotor, der „G84“, voraussichtlich 2028 folgen könnte.

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Quellen

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