5.9 M-flare von der Sonne zusammen mit drei weiteren weniger starken Sonnenflares in den letzten 6 Stunden, und diese Aktivregion sieht so aus, als würde sie sich noch strecken und aufwärmen
EASA erlässt Eil-Anweisung für A320-Flotte nach Sonnenaktivität und Flugvorfall
Bearbeitet von: Tetiana Martynovska 17
Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat am 28. November 2025 eine Notfall-Lufttüchtigkeitsanweisung (Emergency Airworthiness Directive, EAD) erlassen, die präventive Maßnahmen für eine beträchtliche Anzahl von Flugzeugen der Airbus A320-Familie vorschreibt. Diese behördliche Maßnahme erfolgte vor dem Hintergrund einer Wiederbelebung der Sonnenaktivität und der Analyse eines jüngsten Vorfalls, der eine Anfälligkeit bestimmter Systeme aufzeigte.
Zwei PDS — „POTENTIALLY DANGEROUS SUNSPOTS“ — drehen sich jetzt direkt zur Erde
Auslöser der EASA-Anweisung, die am 29. November 2025 um 23:59 UTC in Kraft trat, war die Analyse eines Vorfalls vom 30. Oktober, bei dem eine JetBlue Airways A320 auf dem Flug von Cancún nach Newark unerwartet in der Reiseflughöhe absackte. Die französische Untersuchungsbehörde BEA führte diesen Vorfall auf eine Fehlfunktion des Elevator Aileron Computer (ELAC 2) zurück. Die Analyse ergab, dass intensive solare Strahlung Daten korrumpieren kann, die für die Flugsteuerung kritisch sind, was im schlimmsten Fall zu unkontrollierten Höhenruderausschlägen und struktureller Überlastung führen könnte.
Die EASA-Direktive zielt auf die Airbus A320-Familie ab und verlangt den Austausch bestimmter ELAC B L104 Einheiten vor dem nächsten Flug. Diese Maßnahme betrifft schätzungsweise rund 6.000 weltweit in Betrieb befindliche Flugzeuge der Varianten A319, A320 und A321, einschließlich NEO-Modellen. Airbus hatte zuvor eine Alert Operators Transmission (AOT) herausgegeben, um Betreiber zur schnellen Implementierung von Schutzmaßnahmen aufzufordern, bevor die formelle EAD erlassen wurde.
Die aktuelle erhöhte Sonnenaktivität, zu der auch ein Flare der Stärke M5.9 am 28. November aus der aktiven Region AR4294 gehörte, unterstreicht die volatile Natur der aktuellen Sonnenphase. Die Luftfahrtbranche reagiert mit dieser proaktiven und umfassenden Maßnahme auf die wachsende Sensibilität moderner Avioniksysteme gegenüber extremen Weltraumwetterphänomenen. Die Betreiber sind nun angehalten, die vorgeschriebenen Updates umgehend zu implementieren, wobei Airbus die Verantwortung für die kurzfristigen operationellen Störungen übernimmt, da die Sicherheit oberste Priorität genießt.
Für die Positionierung der betroffenen Jets zu Wartungsstandorten sind nur eingeschränkte Fährenflüge ohne Passagiere zulässig, was die Dringlichkeit der Umsetzung der EAD verdeutlicht. Die EASA stuft solche Direktiven als unüblich ein und setzt sie nur bei dringendem Handlungsbedarf ein, um die Sicherheit der gesamten betroffenen Flotte zu gewährleisten.
Quellen
Рамблер
il Giornale.it
Рамблер
Canal 2
Рамблер
France Culture
EarthSky
Forbes
YouTube
ESA
Reuters
The Times of India
The Guardian
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