Drastische Küstenerosion am Reynisfjara-Strand nach ungewöhnlichen Winterwinden

Bearbeitet von: Tetiana Martynovska 17

Iceland's landscape is forever changing. Weeks of strong easterly winds have nearly eroded the shoreline. Mother Nature always reminds us who is in charge.

Der international bekannte Strand Reynisfjara in Island, berühmt für seinen schwarzen Vulkansand und die markanten Basaltsäulen, ist gegenwärtig für Besucher gesperrt. Diese temporäre Schließung erfolgte infolge einer beispiellosen Küstenerosion und des teilweisen Einsturzes der Klippen, die mit den ungewöhnlichen Wetterphänomenen des Winters 2025/2026 in Verbindung gebracht werden. Lokale Beobachter berichten, dass das Ausmaß der Landschaftsveränderung in dieser Region seit Langem nicht mehr in dieser Intensität gesehen wurde, wobei sich die Küstenlinie in einigen Bereichen um Dutzende Meter ins Landesinnere verschoben hat.

Der berühmte schwarze Sandstrand, bekannt als Reynisfjara, wurde während eines jüngsten Sturms in Island teilweise vom Meer erodiert.

Die Hauptursache für diese tiefgreifende Transformation sehen Küsteningenieure in einer anhaltenden Periode starker, ungewöhnlicher Ostwinde, die sich über den späten Herbst 2025 und den Beginn des Jahres 2026 erstreckten. Normalerweise transportieren vorherrschende Südwestwinde Sand entlang der Südküste Islands nach Osten und tragen so zur Auffüllung von Reynisfjara bei. In dieser Saison jedoch führten südlich der Insel verlaufende Tiefdruckgebiete zu diesen anhaltenden Ostwinden, wodurch der Sand stattdessen nach Westen verlagert wurde. Dieser Effekt führte zu einem Nettoverlust an Sediment, da die mächtigen Wellen das verbliebene Material wegspülten.

Die Folge dieser sedimentären Verschiebung ist eine signifikante Freilegung der Basaltsäulenformationen, die normalerweise durch den Sandstreifen geschützt sind. Berichten zufolge wurden Teile der sechseckigen Felsformationen, ein definierendes Merkmal des Strandes, durch die Wellenwirkung ins Meer verlagert. Der breite schwarze Sandstreifen diente bislang als natürliche Pufferzone, die die Energie der Atlantikwellen absorbierte, bevor sie die Klippen erreichten. Ohne diesen Schutz treffen die Wellen nun direkt auf das Gestein, was die Erosionswirkung potenziert.

Diese Entwicklung wirft Fragen hinsichtlich der zukünftigen Stabilität der Küstenlinie auf, obwohl Experten betonen, dass das Ereignis nicht direkt auf den Anstieg des Meeresspiegels zurückzuführen ist. Tatsächlich erleben Teile der isländischen Südküste durch die postglaziale Erholung sogar eine leichte Anhebung. Die Erosion ist primär ein windgetriebener Sedimentverlust, der die Dynamik küstennaher geologischer Systeme unterstreicht. Die Basaltsäulen selbst, deren Entstehung durch spezifische Abkühlungsbedingungen von Basaltlava erklärt wird, bleiben zwar intakt, sind aber nun einer erhöhten Beanspruchung ausgesetzt.

Die unmittelbare Konsequenz für den Tourismus ist die Sperrung des Areals, da die Sicherheit der Besucher durch die veränderte Topographie stark beeinträchtigt ist. Insbesondere die berüchtigten „Sneaker Waves“ – unvorhersehbare, schnell auflaufende Wellen – stellen nun eine noch größere Gefahr dar, da der übliche Sicherheitsabstand durch den fehlenden Sand drastisch reduziert wurde. Die Behörden mahnen zur strikten Einhaltung der Absperrungen, da der Fluchtweg zum Fels hin bei einer plötzlichen Welle kaum noch existiert. Die Hoffnung der lokalen Bevölkerung, wie sie beispielsweise ein Anwohner namens Guðni Einarsson äußerte, liegt nun in einer Rückkehr zu den vorherrschenden Südwestwinden, die potenziell eine allmähliche Wiederablagerung des Sandes bewirken könnten. Dennoch bleibt die Unsicherheit bestehen, wie und wann sich die Küstenlandschaft von Reynisfjara stabilisieren wird.

Island, das generell für seine vulkanische Aktivität bekannt ist – wie die jüngsten Eruptionen auf der Reykjanes-Halbinsel zeigen – demonstriert hier einmal mehr die beeindruckende und unaufhaltsame Kraft der natürlichen Formungsprozesse.

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Quellen

  • Olive Press News Spain

  • RTCG - Radio Televizija Crne Gore - Nacionalni javni servis

  • The Olive Press

  • Srpskainfo

  • B92

  • N1

  • RTS

  • Arctic Portal

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