Psychologinnen definieren Selbstfürsorge als unveräußerliches Recht in Bühnenprogramm
Bearbeitet von: Olga Samsonova
Die Psychologinnen Patri Psicóloga und Yolanda Cuevas etablieren mit ihrer Darbietung „Autocuidado para la vida real“ (Selbstfürsorge für das reale Leben) die konzeptionelle Forderung, Selbstfürsorge als ein fundamentales, unveräußerliches Recht zu verankern. Das Bühnenformat verbindet professionelle Tiefe mit humorvollen Elementen, um tief verwurzelte Überzeugungen hinsichtlich der Investition von Zeit, Energie und finanziellen Mitteln in die eigene mentale und physische Gesundheit, einschließlich notwendiger Ruhephasen, kritisch zu beleuchten. Die Aufführung konfrontiert das Publikum direkt mit gängigen Indikatoren für Burnout, wie der Schwierigkeit, klare persönliche Grenzen zu ziehen, oder dem Schuldgefühl bei der Priorisierung der eigenen Zeit.
Die zentrale Argumentation des Programms postuliert, dass Selbstfürsorge nicht als nachträgliche Belohnung für erbrachte Leistungen, sondern als ein angeborenes Privileg jedes Individuums betrachtet werden muss. In einer Zeit, in der persönliche Bedürfnisse häufig hinter vermeintlichen Verpflichtungen zurückstehen, unterstreichen die Fachleute die Notwendigkeit, bewusst Zeit für die Regeneration eigener Ressourcen zu reservieren. Studien der positiven Psychologie belegen, dass das proaktive Management der psychischen Gesundheit, anstatt nur auf Krisen zu reagieren, die Widerstandsfähigkeit stärkt und das Risiko für Depressionen sowie Angstzustände mindert.
Patri Psicóloga, Doktorin der Psychologie und Autorin von elf Büchern, und Yolanda Cuevas, Master in Klinischer Psychologie und Hochleistungscoaching, bieten konkrete Methoden zur Steigerung des emotionalen Wohlbefindens und zur Auflösung von Schuldgefühlen im Zusammenhang mit Selbstpriorisierung an. Cuevas ist zudem zertifizierte Instruktorin für das auf Achtsamkeit basierende Stressreduktionsprogramm (MBSR). Dieses Engagement ist Teil einer breiteren psychologischen Bewegung, die präventive Maßnahmen in den Vordergrund stellt und die Etablierung einer „Kultur der Selbstfürsorge“ in Ausbildungseinrichtungen fordert.
Die Experten betonen, dass die Verweigerung der Selbstfürsorge oft aus erlernten Glaubenssätzen resultiert, die historisch gesehen Frauen dazu erzogen haben, sich primär um andere zu kümmern. Sie fordern die Zuhörer auf, eine Liste ihrer „Rechte“ zu erstellen, wie das Recht, nach Feierabend nicht auf E-Mails zu reagieren oder einen Termin bei Erschöpfung abzusagen. Diese Haltung, die Selbstfürsorge als Notwendigkeit und nicht als Luxus definiert, stärkt nachweislich das Selbstwertgefühl, indem sie signalisiert, dass die eigenen Bedürfnisse Beachtung verdienen.
Die Initiative der beiden Psychologinnen, zu deren Werk auch das Buch „Autocuidado: 52 semanas para cuidar de ti“ zählt, findet Anklang in Städten wie Zaragoza, Madrid, Barcelona und Valencia. Der Fokus liegt auf der praktischen Anwendung, wobei Meditation, regelmäßige Bewegung und das bewusste Genießen der Gegenwart als essenzielle Bestandteile der mentalen Selbstpflege genannt werden. Die Vermeidung von Überlastung durch das Ziehen klarer Grenzen dient direkt der Stressreduktion, was für die langfristige Stabilität psychologischer Fachkräfte, die täglich mit Leid konfrontiert sind, ein entscheidender Faktor ist.
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Quellen
El Periódico de Aragón
Teatro Olympia
Baluarte
Yolanda Cuevas Ayneto
Palacio de Congresos de Salamanca
I Start Tomorrow
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