Erfolgreiche Aufzucht von San Joaquin Kit Foxes auf CSUB-Campus unterstreicht urbane Bedeutung
Bearbeitet von: Olga Samsonova
Auf dem Gelände der California State University, Bakersfield (CSUB) gedeihen Welpen des gefährdeten San Joaquin Kit Fox, was die Relevanz dieses städtischen Lebensraums hervorhebt. Diese kleinen, wüstenangepassten Caniden gelten als die kleinste Fuchsart Nordamerikas und wurden seit 1967 als bundesweit gefährdet eingestuft. Hauptursache für diesen Status ist der massive Verlust ihres historischen Lebensraums, der Schätzungen zufolge etwa 90 Prozent des ursprünglichen Verbreitungsgebiets im San Joaquin Valley ausmacht.
Jüngste Forschungsergebnisse aus dem Jahr 2025 belegen die erfolgreiche Aufzucht mehrerer Würfe auf dem Campus, was auf eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit der Unterart an urbane Herausforderungen wie die Habitatfragmentierung hindeutet. Die Biologin Dr. Antje Lauer und ihr Team von der CSUB erhielten eine Finanzspritze in Höhe von 8.500 US-Dollar zur Erweiterung ihrer Populationsstudien. Diese Mittel stammen aus einer gemeinsamen Initiative der National Wildlife Federation und von Mutual of Omaha's Wild Kingdom und unterstützen ein sechsmonatiges Projekt, das im Juni begann.
Die Forschung konzentriert sich auf die Kit-Fox-Population auf dem Campus sowie entlang der Überschwemmungsgebiete des Kern River, um deren bevorzugte Ruhe- und Jagdgebiete zu ermitteln. Die Wissenschaftler nutzen nicht-invasive Methoden wie die DNA-Analyse von Kotproben, um die Verteilung von Bauen und Jagdrevieren präzise zu kartieren. Diese Technik dient zugleich der Erfassung der Populationsdichte und des Mangabefalls, einer Herausforderung, der die Füchse in urbanen Gebieten ausgesetzt sind.
Das übergeordnete Ziel dieser wissenschaftlichen Bemühungen ist die Erstellung eines umfassenden Habitat-Schutzkonzepts. Dieses soll in den Masterplan der CSUB integriert und anschließend dem Stadtrat von Bakersfield präsentiert werden, um zukünftige städtische Planungen für Bauvorhaben maßgeblich zu beeinflussen. Die Forscher betonen, dass die Sicherung der Anbindung an größere Populationen entscheidend für das langfristige Überleben der Art ist, da die Isolation der Populationen verhindert werden muss.
Die Füchse, die ursprünglich in ariden Graslandschaften beheimatet waren, haben sich an die Nähe zum Menschen in Bakersfield angepasst, wo einige hundert Exemplare leben. Sie sind primär nachtaktiv und nutzen ein Netzwerk von bis zu 60 verschiedenen Bauen pro Jahr zur Thermoregulation und zum Schutz vor Prädatoren wie Kojoten. Die erfolgreiche Koexistenz in Bakersfield bietet Potenzial für die Erholung der Art, erfordert jedoch eine sorgfältige Abwägung zwischen städtischer Expansion und Naturschutz.
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Quellen
KERO
California State University, Bakersfield
California State University, Bakersfield
KVPR
ResearchGate
California Living Museum
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