Zyperns Immobilienmarkt startet 2026 mit stärkstem Januar seit 2008

Bearbeitet von: gaya ❤️ one

Der Immobilienmarkt auf Zypern verzeichnete im Januar 2026 einen deutlichen Auftakt, der die stärkste Januar-Performance seit dem Jahr 2008 darstellt. Insgesamt wurden 1.411 Kaufverträge abgeschlossen, was einem Anstieg von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, Januar 2025, entspricht, als 1.275 Transaktionen registriert wurden. Diese Robustheit des Sektors manifestiert sich trotz anhaltend hoher Zinssätze und globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten und deutet auf eine starke zugrunde liegende Nachfrage hin.

Die wesentliche Triebfeder hinter dieser Entwicklung ist die Einführung umfassender steuerlicher Vergünstigungen im Rahmen der Reformen für das Jahr 2026. Die Dynamik der Transaktionen zeigte eine deutliche regionale Verschiebung, wobei Paphos prozentual das stärkste Wachstum verzeichnete. Konkret stieg die Zahl der Verkäufe in Paphos um 25 Prozent auf 318 Verträge, verglichen mit 255 im Januar des Vorjahres. Famagusta zeigte ebenfalls eine starke Performance mit einem Zuwachs von 23 Prozent auf 69 Verkäufe. Limassol behielt das höchste absolute Transaktionsvolumen bei, verzeichnete jedoch einen moderateren Anstieg von 4 Prozent auf 455 Verkäufe, während Larnaca elf Prozent Wachstum mit 288 Geschäften und Nicosia fünf Prozent Zuwachs mit 291 Verkäufen meldeten. Diese Daten wurden offiziell vom Department of Lands and Surveys von Zypern bekannt gegeben.

Die Hauptursache für die Belebung ist die fiskalische Entlastung, insbesondere die vollständige Streichung der Stempelsteuer für alle Verträge, die am oder nach dem 1. Januar 2026 ausgeführt wurden. Dieses Instrument, das seit 1963 existierte, beseitigt eine langjährige Transaktionsbarriere. Zusätzlich wurden die persönlichen Einkommensteuerfreibeträge angehoben, was die Kaufkraft privater Akteure stärkt. Darüber hinaus wurde der allgemeine lebenslange Freibetrag für die Kapitalertragsteuer beim Immobilienverkauf von 17.086 Euro auf 30.000 Euro erhöht, was eine substanzielle Entlastung darstellt.

Analysten prognostizieren, dass diese Maßnahmen das Marktwachstum weiter stützen werden, indem sie für das Gesamtjahr 2026 einen durchschnittlichen Preisanstieg zwischen 5 und 8 Prozent erwarten lassen. Ein bemerkenswerter Trend an der Wende von 2025 auf 2026 betrifft die Preisgestaltung im Luxussegment: Neuere Analysen deuten darauf hin, dass Paphos in Bezug auf die durchschnittlichen Verkaufspreise für Neubauten Limassol überholt hat, angetrieben durch eine hohe Nachfrage nach luxuriösen Villen in dieser Region. Dies steht im Kontrast zu den allgemeinen Preisdaten von 2024, als der Durchschnittspreis in Limassol bei 6.485 Euro pro Quadratmeter lag, während Paphos 4.733 Euro pro Quadratmeter verzeichnete.

Die Steuerreform 2026 umfasst weitreichende Änderungen, die über die Stempelsteuer hinausgehen. So wurde die Besteuerung thesaurierter Unternehmensgewinne durch die Abschaffung der sogenannten fiktiven Dividendenausschüttung für ab 2026 erzielte Gewinne drastisch vereinfacht, was die administrative Komplexität für Holding-Strukturen reduziert. Die Widerstandsfähigkeit des zypriotischen Immobilienmarktes, untermauert durch die Januar-Zahlen von 2026, ist ein direktes Spiegelbild der erfolgreichen Implementierung dieser gezielten fiskalischen Strategien zur Minimierung von Transaktionskosten und zur Steigerung der Effizienz im Rechtsverkehr.

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Quellen

  • Ad Hoc News

  • Cyprus Property News

  • Cyprus' Department of Lands and Surveys – Data visualisation by BP

  • Nigel Howarth

  • Mondaq

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