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Vitamin D-Supplementierung korreliert mit verlangsamter Zellalterung und reduzierter Reinfarktrate
Bearbeitet von: gaya ❤️ one
Forschungsergebnisse aus dem Jahr 2025 legen nahe, dass die Supplementierung mit Vitamin D signifikante Auswirkungen auf Marker der Langlebigkeit und die Prävention bestimmter Erkrankungen hat. Eine detaillierte Analyse der VITAL-Studie, einer randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Untersuchung, lieferte hierfür belastbare Daten. Dr. JoAnn Manson, leitende Prüfärztin der VITAL-Studie und Chefärztin der Abteilung für Präventivmedizin am Brigham and Women's Hospital, hob hervor, dass VITAL die erste groß angelegte Langzeitstudie sei, die einen schützenden Effekt auf die Telomere belegt.
Die Auswertung der VITAL-Teilnehmer zeigte, dass die tägliche Zufuhr von 2.000 Internationale Einheiten (IE) Vitamin D3 mit einer geringeren Verkürzung der Telomere in weißen Blutkörperchen assoziiert war. Diese Schutzwirkung entsprach einer rechnerischen Verzögerung des biologischen Alterns um etwa drei Jahre im Vergleich zur Placebogruppe, basierend auf der typischen Schrumpfungsrate von 25 bis 27 Basenpaaren pro Jahr bei Erwachsenen. Die Messungen der Leukozyten-Telomerlänge (LTL) erfolgten zu Studienbeginn sowie nach zwei und vier Jahren. Die Vitamin-D3-Gruppe wies über vier Jahre eine statistisch signifikante Reduktion der Telomerverkürzung um durchschnittlich 140 Basenpaare auf. Über die Marker der Zellalterung hinaus untermauern die Daten die bekannte Assoziation höherer Vitamin-D-Spiegel mit einer verringerten Inzidenz von kolorektalem Karzinom.
Ein weiterer wichtiger Pfeiler der aktuellen Forschung ist die TARGET-D-Studie, die sich auf kardiovaskuläre Sekundärprävention konzentrierte. Diese randomisierte klinische Prüfung wurde auf den American Heart Association Scientific Sessions 2025 in New Orleans präsentiert und untersuchte 630 Patienten, die kurz zuvor einen Herzinfarkt erlitten hatten. Die Forscher um Heidi T. May vom Intermountain Health in Salt Lake City, Utah, verfolgten einen personalisierten Ansatz, indem sie die Vitamin-D3-Dosierung anpassten, um Blutspiegel zwischen 40 und 80 Nanogramm pro Milliliter (ng/mL) zu erreichen. Zum Studienbeginn lagen die Werte bei 85 Prozent der Teilnehmer unterhalb dieser Schwelle.
Die gezielte Therapie führte zu einer Reduktion des Risikos für einen zweiten Herzinfarkt um 52 Prozent im Vergleich zur Kontrollgruppe, die kein spezifisches Vitamin-D-Management erhielt. Interessanterweise benötigten die meisten Teilnehmer dieser Behandlungsgruppe anfängliche Tagesdosen von über 5.000 IE/Tag, was die üblichen Empfehlungen von 600–800 IE deutlich übersteigt. Die Wissenschaftler führen diesen Erfolg auf das Erreichen des Zielblutspiegels zurück, was frühere Studien mit fixer Dosierung nicht leisten konnten.
Trotz der eindrücklichen Datenlage zur Alterung und kardiovaskulären Gesundheit raten Fachleute von pauschalen Empfehlungen für die Allgemeinbevölkerung ab. Für Hochrisikopatienten wird eine ärztlich überwachte, individualisierte Supplementierung empfohlen. Die Notwendigkeit einer Blutspiegelbestimmung zur Feststellung des persönlichen Bedarfs wird betont, da die eigenmächtige Einnahme von Vitamin D gesundheitliche Risiken bergen kann. Die allgemeine Tagesdosisempfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt bei 600 IE täglich, während andere Richtlinien niedrigere Werte empfehlen.
Quellen
La Razón
El Radar del Rejuvenecimiento
NGD
MDPI
Infobae
Cure Compass
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