Progressive Pädagogik in Marco de Canaveses: Sozioemotionale Entwicklung durch Interaktion
Bearbeitet von: Olga Samsonova
Die progressive Pädagogik in Marco de Canaveses legt den Fokus auf die Stärkung sozioemotionaler Kompetenzen junger Lernender, wobei interaktive Leseformate als zentrales Instrument zur Kultivierung der Lesefreude dienen. Dieser Ansatz integriert das emotionale Engagement explizit in den Lernprozess und markiert damit einen modernen pädagogischen Wandel, der über traditionelle Vermittlungsmethoden hinausgeht. Strategien, die das Lesen als kommunikatives Handeln begreifen, zielen darauf ab, die Lesekompetenz nachhaltig zu festigen und die Freude am Umgang mit Sprache während der gesamten Grundschulzeit zu steigern.
Die kommunalen Bildungsdienste des portugiesischen Munizipiums setzen diese Philosophie durch das regelmäßige Projekt „História Vai… História Vem“ (Geschichte kommt... Geschichte geht) um. Ziel dieser Maßnahme ist die aktive Förderung der entstehenden Literalität und die Etablierung nachhaltiger Lesegewohnheiten im Kindesalter. Die Notwendigkeit solcher Programme wird durch Bildungsstudien wie IGLU belegt, welche Defizite im sinnentnehmenden Lesen bei einem signifikanten Anteil der Schülerschaft aufzeigen. Studien zur Förderung sozial-emotionalen Lernens (SEL) untermauern zudem die Relevanz solcher Initiativen durch nachgewiesene positive Auswirkungen auf Verhalten und akademische Leistung.
Ein spezifisches Ereignis im Rahmen des Projekts fand am 27. Januar 2026 in der Grundschule EB1 da Feira Nova statt. An dieser Lesesitzung nahmen 84 Schülerinnen und Schüler des ersten Zyklus teil, um das Buch „Cocuruto“ der Autorin Clara Cunha kennenzulernen. Cunha, die insgesamt 26 Bücher veröffentlichte, sieht „O Cuquedo“ als ihr populärstes Werk an. Die Illustrationen des vorgestellten Buches stammen von Vitor Hugo Matos, was die visuelle Komponente der Leseerfahrung bereichert. Die Handlung von „Cocuruto“ thematisiert eine magische, für Erwachsene unsichtbare Figur, die den Kindern als Beschützer und Freund zur Seite steht, was die Vorstellungskraft anregen und Reflexionen über soziale Dynamiken ermöglichen soll.
Interaktives Lesen, wie es in diesem Rahmen praktiziert wird, beinhaltet das Stellen von Fragen und das Herstellen von Bezügen zu den Lebenserfahrungen der Kinder. Dies fördert gezielt die Entwicklung von Empathie und Perspektivübernahme und schafft Momente der Reflexion und Stimulation der Kreativität. Das Projekt „História Vai… História Vem“ wurde im Januar 2026 auch in den Ortschaften Vila Boa de Quires und Maureles durchgeführt, was die flächendeckende Anwendung der Methode im Gemeindegebiet demonstriert.
Die Einbettung sozioemotionaler Kompetenzen in den Lehrplan, wie sie in Portugal generell gefördert wird, zielt darauf ab, den Schülern zu helfen, ihre eigenen Emotionen und die anderer wahrzunehmen und zu steuern. Die Schulbehörden in Marco de Canaveses setzen auf diese ganzheitliche Entwicklung, bei der das literarische Fundament untrennbar mit der emotionalen Reife verbunden ist. Diese Initiativen spiegeln einen breiteren Trend wider, der die Leseförderung als Fundament für den Bildungserfolg stärkt und auf differenzierte pädagogische Ansätze zur Stärkung des Selbstwertgefühls setzt.
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Quellen
SAPO
A Verdade
Bertrand
Almedina
FNAC
WOOK
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