Vegane Diät führt zu stärkerer Gewichtsreduktion als Mittelmeer-Ernährung in Studie

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Eine aktuelle klinische Untersuchung hat signifikante Unterschiede in den gesundheitlichen Resultaten zwischen einer rein pflanzlichen und der traditionellen Mittelmeerdiät aufgezeigt. Die Forschung, die 62 übergewichtige Probanden über einen Zeitraum von sechzehn Wochen begleitete, demonstrierte, dass die vegane Ernährungsweise zu einer ausgeprägteren Reduktion des Körpergewichts führte. Diese Ergebnisse wurden ohne die Implementierung einer allgemeinen Kalorienrestriktion erzielt, was die Effizienz der pflanzlichen Kostform unterstreicht. Die Analyse umfasste eine detaillierte Messung der Körperzusammensetzung, der Insulinsensitivität sowie der Cholesterinwerte, wobei die vegane Gruppe durchweg überlegen abschnitt.

Die Studie war als randomisierter Crossover-Versuch konzipiert, bei dem die Teilnehmer nach der ersten 16-wöchigen Phase eine vierwöchige Pause einlegten, bevor sie zur jeweils anderen Ernährungsform wechselten. Während die vegane Gruppe eine fettarme Kost aus Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Getreide zu sich nahm, enthielt die mediterrane Gruppe zusätzlich Fisch, fettarme Milchprodukte und Olivenöl. Obwohl beide Diäten den Blutdruck senken konnten, zeigte die vegane Intervention eine deutlichere Verbesserung der Insulinsensitivität und der Lipidkonzentrationen.

Ein bemerkenswerter Befund betrifft die Lebensmittelqualität: Selbst bei Einbeziehung von pflanzlichen Produkten, die nach bestimmten Maßstäben als weniger gesund gelten – wie raffinierte Getreideprodukte oder Süßigkeiten – übertraf die vegane Diät die mediterrane Variante beim Gewichtsverlust. Dr. Hana Kahleova, die leitende Forscherin des Physicians Committee for Responsible Medicine (PCRM), betonte, dass diese Ergebnisse die Annahme infrage stellen, dass nur „gesunde“ pflanzliche Lebensmittel für den Erfolg verantwortlich sind.

Die metabolischen Vorteile der veganen Ernährung sind weitreichend. Im Vergleich zur mediterranen Kost führte der Verzicht auf tierische Produkte zu einer substanziellen Senkung des LDL-Cholesterins, dem sogenannten „schlechten“ Cholesterin, was ein wichtiger Faktor zur Reduktion kardiovaskulärer Risiken ist. Ergänzend dazu wurde in verwandten Untersuchungen festgestellt, dass eine fettarme vegane Ernährung den postprandialen Energieverbrauch um über 14% steigern kann, was auf eine verbesserte Stoffwechselfunktion hindeutet. Darüber hinaus waren die täglichen Lebensmittelkosten für die vegane Ernährung um etwa 19% niedriger, was zu einer Gesamtkosteneinsparung von rund 25% im Vergleich zur mediterranen Ernährungsweise führte.

Die Forschung deutet darauf hin, dass die positive Wirkung der veganen Ernährung auf den Stoffwechsel, insbesondere die verbesserte Insulinempfindlichkeit, auch durch die positive Beeinflussung des Darmmikrobioms durch Ballaststoffe aus pflanzlicher Nahrung erklärt werden kann. Dies ermöglicht eine Gewichtsabnahme, selbst wenn die Kalorienzufuhr konstant bleibt, wie Studien des PCRM an 148 übergewichtigen Erwachsenen zeigten. Die Reduktion tierischer Fette und Cholesterin, die typischerweise in der veganen Kost geringer ausfallen, korreliert direkt mit diesen metabolischen Verbesserungen.

Ergänzend zu diesen ernährungswissenschaftlichen Entwicklungen wird derzeit Vegue, ein digitales soziales Netzwerk, intensiv getestet. Dieses Netzwerk wurde konzipiert, um die vegan lebende Gemeinschaft effektiver mit relevanten Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) zu vernetzen, was die Akzeptanz der Lebensweise fördern könnte.

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Quellen

  • O POVO Mais

  • O POVO+

  • Bibliomed

  • FTH News

  • AppBrain

  • Physicians Committee for Responsible Medicine

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