Vollautomatisierte Pizzeria Pazzi eröffnet in Madrid mit Weltmeister-Rezeptur

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Die kulinarische Landschaft Madrids erfährt durch die Eröffnung des vollständig automatisierten Restaurants Pazzi eine signifikante technologische Neuerung. Dieses Etablissement, angesiedelt in der Calle Gaztambide 14 im Bezirk Chamberí, setzt auf Roboter für den gesamten Zubereitungsprozess der Pizza, von der Teigbehandlung bis zur Verpackung. Die Technologie, die hinter dieser Innovation steht, wurde von der brasilianischen Firma Pibra entwickelt, einem Spezialisten für industrielle Automatisierung, der auf Präzisionsarbeit ausgelegt ist.

Die gastronomische Qualität wird durch die Rezepturen von Thierry Graffagnino, einem dreifachen Weltmeister im Pizzabacken, abgesichert, was dem automatisierten Angebot eine renommierte kulinarische Basis verleiht. Das Kernversprechen von Pazzi an die Madrilenen ist eine beispiellose Geschwindigkeit und Effizienz im Fast-Food-Segment. Das System ist darauf ausgelegt, eine Pizza in weniger als fünf Minuten fertigzustellen, wobei die Produktionskapazität bis zu 80 Pizzen pro Stunde betragen kann. Der gesamte Ablauf, einschließlich des Knetens des Teigs, des Auflegens der Zutaten, des Backens, des Schneidens und der Verpackung, erfolgt durch die Maschinen, nachdem der Kunde seine Wahl über einen Touchscreen getroffen hat.

Interessanterweise wird der Teig zwar täglich von einem menschlichen Team mit lokal bezogenem Mehl hergestellt, die finale Montage und das Backen jedoch vollständig automatisiert. Die Einführung dieses technologiegetriebenen Konzepts in der spanischen Hauptstadt, die als „Flagship/Pilot“ für das Unternehmen dient, markiert die Eröffnung im Jahr 2026. Obwohl die Stadtverwaltung von Madrid die erforderliche Betriebslizenz für den 24-Stunden-Betrieb bestätigt hat, äußern lokale Anwohner Bedenken hinsichtlich potenzieller Lärmbelästigung und nächtlicher Aktivitäten. Diese Sorgen spiegeln eine breitere gesellschaftliche Debatte über die zunehmende Automatisierung im Dienstleistungssektor wider, insbesondere in dicht besiedelten städtischen Gebieten wie Chamberí, unweit des studentischen Zentrums Moncloa.

Die technologische Grundlage von Pazzi, die von Pibra bereitgestellt wird, ist Teil eines globalen Trends zur Robotik in der Gastronomie, der darauf abzielt, die Effizienz zu steigern und die Herausforderungen des Personalmangels in der Branche zu umgehen. Während andere Roboterlösungen existieren, die beispielsweise bis zu 30 Pizzen pro Stunde fertigen können, positioniert sich Pazzi mit seiner Kapazität von 80 Einheiten pro Stunde als ein Hochleistungssystem. Die Konsistenz ist ein weiterer Schwerpunkt; der Roboter sorgt für eine präzise Dosierung der Zutaten, was zur Kosteneinsparung beitragen kann, insbesondere bei kostenintensiven Komponenten wie Käse.

Pazzi, dessen Name sich vom italienischen Ausdruck „Cose da pazzi“ (etwa: „Verrücktes Zeug“) ableitet, plant eine internationale Expansion, die neben Spanien auch Norwegen und Saudi-Arabien umfasst. Die französische Kette, die bereits erste Standorte in Paris betrieb, setzt auf ein „schlüsselfertiges“ Franchise-Modell, bei dem Investoren ein komplett ausgestattetes Lokal erhalten. Die Betonung liegt auf der Eliminierung menschlicher Intervention bei der Produktion, was Pazzi zur ersten vollständig robotisierten Franchise in Spanien macht. Die Rezeptur von Weltmeister Graffagnino untermauert den Anspruch, dass Automatisierung nicht zwangsläufig zu Lasten der Qualität gehen muss.

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Quellen

  • Stiripesurse.md

  • Excelencias Gourmet

  • Profesional Horeca

  • El Español

  • russpain.com

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