Italiens Dominanz im globalen Nudelkonsum und der europäischen Produktion

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Italien behauptet seine unangefochtene Spitzenposition beim weltweiten Pro-Kopf-Nudelkonsum, mit einer jährlichen Pro-Kopf-Aufnahme von 23,3 Kilogramm. Diese bemerkenswerte Zahl unterstreicht die tief verwurzelte kulinarische Bedeutung der Pasta in der italienischen Kultur, welche sich auch in den globalen Exportzahlen widerspiegelt. Die italienische Pasta profitiert von einem starken Markenimage, fachlicher Expertise und der Nutzung hochwertiger europäischer Rohstoffe, was Italiens führende Rolle auf dem Markt festigt.

Die globale Nudelproduktion hat in den letzten fünfzehn Jahren einen signifikanten Anstieg von 56 Prozent verzeichnet, von 9,3 Millionen Tonnen auf 14,5 Millionen Tonnen. Parallel dazu stieg die Anzahl der Erzeugerländer, die über 1.000 Tonnen produzieren, um 74 Prozent auf aktuell 47. Allein Italien trug im Jahr 2021 mit einer Produktion von 3,5 Millionen Tonnen Nudeln jährlich zu dieser globalen Dynamik bei.

Innerhalb der Europäischen Union stellt Italien eine Produktionsmacht dar. Im letzten Berichtszeitraum erzeugte das Land 4,2 Millionen Tonnen Pasta, was beachtliche 68 bis 70 Prozent der gesamten EU-Produktion entspricht, die kollektiv die Marke von 6 Millionen Tonnen überschritten hat. Die Exportaktivitäten Italiens zeigten eine anhaltende positive Volumenzunahme, nachdem im letzten vollständigen Jahr bereits 2,0 bis 2,2 Millionen Tonnen Nudeln exportiert wurden.

Während Italien dominiert, belegt Griechenland im EU-Kontext mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 12,2 Kilogramm den zweiten Platz, was das Land weltweit auf die vierte Position hinter Italien, Tunesien und Venezuela bringt. Die Europaregion insgesamt war 2024 der größte Markt für Pasta und Nudeln, mit einem geschätzten Marktanteil von 16,8 Prozent am globalen Markt, der auf 71,50 Milliarden US-Dollar taxiert wurde. Dieser globale Markt wird voraussichtlich bis 2032 auf 108,67 Milliarden US-Dollar anwachsen.

Die globale Nudelindustrie erlebt eine Diversifizierung, die über die traditionelle Hartweizengrießbasis hinausgeht, wobei Varianten aus Linsen, Kichererbsen oder Reis an Bedeutung gewinnen, was dem wachsenden Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher Rechnung trägt. In Deutschland beispielsweise steigt die Nachfrage nach Vollkorn- und frischen Nudeln, da Konsumenten vermehrt Wert auf gesündere und umweltfreundlichere Optionen legen. Prominente Akteure auf diesem globalen Markt sind die Barilla Group, F.lli de Cecco di Filippo S.P.A., Ebro Foods, S.A., Nestle S.A. und die Unilever Group. Technologische Fortschritte spielen eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Produktionskapazitäten und der Einhaltung moderner ökologischer und gesundheitlicher Standards.

Makroökonomische Faktoren beeinflussen die Kaufentscheidungen; Euromonitor International beobachtete für 2024 einen Trend zu „Schnäppchenjägern“, da 44 Prozent der Verbraucher planen, mehr Geld zu sparen, was clevere Strategien zur Angebotssuche fördert. Die anhaltende Beliebtheit italienischer Lebensmittel, einschließlich Pasta, führt zu wachsenden Trends in Schwellenländern wie Russland, China und Saudi-Arabien, was die globale Reichweite des Produkts weiter ausdehnt.

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Quellen

  • Borsa italiana

  • Eurostat

  • Sky TG24

  • Eurocomunicazione.eu

  • Secolo d'Italia

  • Fondo Sviluppo

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