Imker Simone Molinari startet experimentelles Projekt zur Erzeugung von „Meereshonig“ auf der Insel Bergeggi

Bearbeitet von: An goldy

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Der Imker Simone Molinari aus Castelletto Uzzone hat im Jahr 2026 sein Projekt zur Gewinnung eines einzigartigen „Meereshonigs“ vollständig umgesetzt. Das Vorhaben stellt eine komplexe logistische Operation dar, die den Transport von Bienenstöcken aus den Hügeln der Alta Langa in das Meeresschutzgebiet von Bergeggi umfasst, das auf einer unbewohnten kleinen Insel nur 200 Meter vor der ligurischen Küste liegt.

Die Insel Bergeggi, die Teil eines durch Dekret vom 7. Mai 2007 errichteten Naturschutzgebiets ist, besteht aus einem mit mediterranem Buschwerk bewachsenen Kalksteinkegel. Im Rahmen dieses Pilotprojekts nutzen die Bienen ein vielfältiges Nahrungsangebot und sammeln Nektar sowohl von der unberührten Flora der Insel als auch von der üppigen Vegetation des Festlandes. Die Entfernung zwischen der Insel und der Küste beträgt rund 200 Meter, was es den Honigbienen, deren durchschnittlicher Aktionsradius etwa drei Kilometer erreicht, ermöglicht, in beiden Zonen Nahrung zu suchen. Diese Aktivität soll zu einem Symbol für die biologische Vielfalt an der Küste werden, indem sie ein ideales Ökosystem zur Erhaltung der Bienengesundheit nutzt.

Die Umsetzung der Initiative erforderte eine enge Zusammenarbeit zwischen mehreren zentralen Akteuren. An dem Projekt beteiligt waren die Eigentümer der Insel, die Familie Zunino, die Gemeinde Bergeggi, die Leitung des Meeresschutzgebiets unter der Führung von Davide Virzi sowie Tommaso Biazza, der Präsident des Yachtclubs von Savona. Die Verwaltung des Schutzgebiets, die vorübergehend der Gemeinde Bergeggi übertragen wurde, ist unter anderem für die Erteilung von Genehmigungen für Tauchgänge, Fischerei und Schifffahrt zuständig.

Neben der eigentlichen Honigproduktion verfolgt das Projekt eine klare pädagogische und ökologische Mission. Es soll als Instrument der Umweltbildung dienen und die untrennbare Verbindung zwischen Mensch, Natur und der lokalen Region hervorheben. Simone Molinari, der junge Inhaber des 2021 in Castelletto Uzzone gegründeten Betriebs Azienda Agricola Molinari, wurde bereits für seine Arbeit ausgezeichnet, unter anderem im Juli 2024 durch Coldiretti und Codacons in Rom. Dieses Projekt hebt die Imkerei über eine rein produktive Funktion hinaus und macht sie zu einem Mittel der Wissensvermittlung sowie des Schutzes und Respekts gegenüber der Umwelt.

Ligurien zeichnet sich insgesamt durch eine positive Beziehung zum Naturprodukt Honig aus: Etwa 70 % der 30.000 Bienenstöcke in der Region dienen dem Handel, an dem rund 2.500 Imker beteiligt sind. Die lokalen Erzeuger sehen sich mit der Problematik billiger ausländischer Honigimporte konfrontiert, die trotz der EU-Anforderungen an die Herkunftstransparenz häufig gefälscht sind. Molinaris Initiative setzt hingegen auf Authentizität und Qualität und nutzt die einzigartigen Bedingungen der Region, in der starke Höhenunterschiede zur Vielfalt des Nektars beitragen. Die Verlegung der Bienenstöcke erfolgte schrittweise: erst per Transporter, dann von Hand und schließlich per Boot, um auf der Insel einen windgeschützten Platz zu finden.

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Quellen

  • La voce di Alba

  • Unione Monregalese

  • Targatocn.it

  • Lavocedialba.it

  • Il Fatto Quotidiano

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