Australischer Mischhonig zeigt stärkere antimikrobielle Wirkung gegen resistente Keime

Bearbeitet von: An goldy

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Eine fünfjährige Untersuchung unter der Leitung der Universität Sydney hat gezeigt, dass Honig aus einer vielfältigen Palette australischer Flora signifikant stärkere antimikrobielle Eigenschaften besitzt als Honig aus einer einzigen Quelle. Diese Ergebnisse positionieren den Naturstoff als eine potenzielle natürliche Ergänzung im globalen Kampf gegen die zunehmende antimikrobielle Resistenz, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eine der größten Bedrohungen der öffentlichen Gesundheit eingestuft wird. Die Forschung analysierte 56 Honigproben, die von über 35 Bienenständen stammten, darunter auch Proben aus Gebieten, die sich von den verheerenden Buschbränden des Jahres 2020 in New South Wales und Victoria erholten.

Die Analyse belegte eine direkte Korrelation zwischen der ökologischen Vielfalt der Nektarquellen und der gesteigerten Heilfähigkeit des resultierenden Honigs. Die in der Fachzeitschrift Microbiology Open veröffentlichte Studie ergab, dass über drei Viertel der Proben, die von einheimischen Pflanzen wie Eukalyptus gewonnen wurden, gefährliche Bakterien selbst bei einer Verdünnung von zehn Prozent oder weniger abtöten konnten. Honig aus gemischten einheimischen Blüten, oft unter Einbeziehung von Eukalyptus- und Teebaumarten, zeigte eine hohe Wirksamkeit gegen pathogene Erreger wie Staphylococcus aureus und Escherichia coli, welche zu den Hauptkeimen zählen, die mit Todesfällen durch Antibiotikaresistenz in Verbindung gebracht werden.

Die leitende Forscherin, Dr. Kenya Fernandes, ARC DECRA Fellow an der School of Life and Environmental Sciences der Universität Sydney, erklärte, dass dieses „Schlemmerbuffet“ heimischer Pflanzen einen chemisch reichen Schatz an bioaktiven Verbindungen wie Phenolen, Antioxidantien und Wasserstoffperoxid erzeugt, die synergistisch wirken. Diese chemische Komplexität unterscheidet den australischen Mischhonig von anderen medizinisch genutzten Sorten wie dem Manuka-Honig, dessen Wirksamkeit stark von spezifischen Leptospermum-Nektarquellen für seine nicht-peroxidische Aktivität abhängt.

Ein weiterer wichtiger Befund betrifft den Honig der australischen Stachellosen Bienen, auch „Sugarbag Bees“ genannt. Im Gegensatz zum Honig der Europäischen Honigbiene Apis mellifera, dessen Aktivität saisonal schwanken kann, behält der Honig der Stachellosen Bienen seine antimikrobielle Aktivität selbst nach Hitzebehandlung und langer Lagerung bei, was auf einen wesentlichen Beitrag der Bienen selbst zu den medizinischen Qualitäten hindeutet. Professorin Dee Carter, Mitautorin der Studie, bestätigte diese Konsistenz bei den „Sugarbag“-Proben.

Die Untersuchung der Proben aus den von den Buschbränden von 2020 betroffenen Gebieten lieferte Einblicke in die Widerstandsfähigkeit der Ökosysteme, da schätzungsweise 9.809 Bienenstöcke vollständig verbrannten und 88.094 Sammelbienen starben. Obwohl die Skalierbarkeit der Produktion von Stachellosen-Bienenhonig aufgrund geringer Erträge eine Herausforderung darstellt, sehen die Wissenschaftler ein Potenzial für die Etablierung als natürlicher Ersatz für synthetische Antibiotika in Hochwertmärkten, insbesondere da die Berichte über kritische Antibiotikaresistenzen in Australien im Jahr 2024 um mehr als 25 Prozent zunahmen. Die Forscher erwarten eine primäre Anwendung topisch und unverdünnt auf Wunden, was den Weg zur Zulassung beschleunigen könnte.

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Quellen

  • Technology Org

  • The University of Sydney

  • Australian Centre for Disease Control

  • Farmers Weekly

  • The University of Sydney

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