Seltene Kreuzadoption bei Eisbären in Manitoba dokumentiert
Bearbeitet von: Olga Samsonova
Wissenschaftler in Manitoba, Kanada, haben im November 2025 ein außergewöhnlich seltenes Ereignis der Kreuzadoption bei Eisbären dokumentiert. Die Beobachtung ereignete sich in der Nähe von Churchill, einer international bekannten Region für Eisbärenvorkommen. Forscher des kanadischen Ministeriums für Umwelt und Klimawandel bestätigten, dass es sich um die dreizehnte derartige Adoption handelt, die im Rahmen von 45 Jahren intensiver Studien an der Subpopulation der Westlichen Hudson Bay erfasst wurde.
Die Mutterbärin, identifiziert als X33991, nahm einen nicht verwandten Jungbären in ihre Obhut auf. Dieses Verhalten stellt eine bemerkenswerte Abweichung von der üblichen Verhaltensweise in der Wildnis dar. Der angenommene Nachwuchs unterschied sich von den biologischen Jungen der Mutter durch das Fehlen spezifischer Identifikationsmerkmale, obwohl er ein ähnliches Alter aufwies. Experten merkten an, dass weibliche Eisbären gelegentlich auf das Weinen einzelner Jungtiere in der Tundra reagieren und diese dann versorgen, selbst wenn sie nicht die eigenen sind. Diese seltene Verhaltensweise bietet einen Einblick in die Fürsorglichkeit dieser Spitzenprädatoren.
Die Region der Westlichen Hudson Bay, in der das Ereignis stattfand, ist ökologisch sensibel, da die Eisbären dort stark vom jährlichen Meereis für die Jagd auf Ringelrobben abhängig sind. Studien belegen, dass die Population in der Westlichen Hudson Bay in den letzten Jahrzehnten einen Rückgang von etwa 30 Prozent verzeichnete, primär zurückgeführt auf das Abschmelzen des Meereises. Analysen, welche Beobachtungsdaten mit Computermodellen des Energiehaushalts der Bären verglichen, zeigten, dass die eisfreie Saison in der Hudson Bay in den letzten 40 Jahren um neun bis zehn Tage pro Jahrzehnt zugenommen hat. Dies reduziert die Jagdzeit und schmälert den Beuteertrag, was sich auf den Nachwuchs auswirkt.
Die Dynamik der kanadischen Eisbärenpopulationen ist Gegenstand wissenschaftlicher Debatten. Während Daten auf einen Rückgang in der Westlichen Hudson Bay hindeuten, zeigen andere Berichte, wie der State of the Polar Bear Report 2023, dass die Zahlen seit 2004 statistisch nicht signifikant gesunken sind, was auf Bewegungen zwischen Subpopulationen zurückgeführt wird. Dr. Mitch Taylor, ein Biologe des kanadischen Umweltministeriums, stellte fest, dass in anderen Regionen eine Zunahme der Bärenzahlen zu beobachten sei und Rückgänge dort eher auf Jagd als auf den Klimawandel zurückzuführen seien. Dennoch bleibt der Verlust des Meereises die größte Bedrohung, da ohne Eis die Robbenjagd unmöglich wird.
Die Dokumentation der Kreuzadoption durch das kanadische Ministerium für Umwelt und Klimawandel unterstreicht die Notwendigkeit detaillierter Feldforschung, trotz der logistischen Herausforderungen auf dem arktischen Meereis. Die globale Schätzung der Eisbärenpopulation liegt derzeit zwischen 22.000 und 31.000 Tieren, verteilt auf 19 Teilpopulationen. Während einige Populationen als stabil gelten oder zunehmen, nehmen vier ab. Die Beobachtung der Bärin X33991 und ihres Nachwuchses liefert wertvolle Datenpunkte, die das komplexe Überlebensverhalten der Art inmitten signifikanter Umweltveränderungen beleuchten. Die längeren Perioden an Land erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Kontakten mit menschlichen Siedlungen, was die Untersuchung der Flexibilität und der sozialen Mechanismen der Bären in Zeiten ökologischen Wandels weiter untermauert.
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Quellen
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