Rekordzahl an Mönchsrobbenjungen im Nationalpark Alonissos bestätigt

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Im Nationalen Meeresschutzpark von Alonissos und den Nördlichen Sporaden, dem größten Meeresschutzgebiet Europas, wurden während der Brutzeit 2025 erfreuliche Entwicklungen für die stark gefährdete Mittelmeer-Mönchsrobbe (Monachus monachus) verzeichnet. Die vorläufigen Erhebungen dokumentierten die Sicherung von 21 neugeborenen Jungtieren mittels Foto-Identifizierung, was einen neuen Höchstwert darstellt und die durchschnittliche jährliche Zählrate der letzten 37 Überwachungsjahre übertrifft.

Der Park dient als essenzieller Rückzugs- und Aufzuchtort für diese seltene Meeressäugerart. Ein Großteil der Geburten konzentrierte sich auf die Insel Piperi, die als streng geschütztes Areal gilt und für die Vermehrung der Tiere von zentraler Bedeutung ist. Diese positive Dynamik ist das Resultat jahrzehntelanger, systematischer Überwachung und Managementstrategien, die von der Natural Environment and Climate Change Agency (NECCA) vorangetrieben wurden.

Die Mittelmeer-Mönchsrobbe ist die einzige Robbenart, die im Mittelmeer heimisch ist. Die weltweite Population wird auf 850 bis 950 Individuen geschätzt, wobei die griechischen Gewässer mit 300 bis 400 Tieren etwa die Hälfte dieser Population beherbergen. Die IUCN stufte die Art lange als „stark gefährdet“ ein, wobei Hinweise auf eine Bestandserholung in Griechenland und auf Madeira zunehmen.

Trotz der jüngsten positiven Zahlen mahnen Naturschützer zur anhaltenden Wachsamkeit. Hauptgefahren für die scheuen Meeressäuger bleiben die Störung durch zunehmenden Tourismus, Umweltverschmutzung und Überfischung, welche die Nahrungsquellen reduzieren. Die Schutzmaßnahmen im über 2.200 km² umfassenden Nationalpark Alonissos, die in Kooperation zwischen NECCA, der Küstenwache und Organisationen wie Sea Shepherd Griechenland erfolgen, konzentrieren sich auf die Überwachung illegaler Fischerei und Störungen durch unkontrolliertes Segeln.

Die unzugänglichen Felsenhöhlen der Insel Piperi bieten den Robben die notwendigen Rückzugsorte für die Jungenaufzucht. Die Tatsache, dass die Tiere zunehmend auch Strände als Ruheplätze nutzen, wird von Experten als positives Zeichen für den Erfolg der Schutzbemühungen gewertet. Die Erhaltung des fragilen Ökosystems, das durch Kalksteinformationen und Seegraswiesen wie Posidonia oceanica gestützt wird, ist fundamental für die langfristige Erholung der Mönchsrobbenpopulation.

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Quellen

  • H Kαθημερινή

  • Cosmos Philly

  • Sea Shepherd Global

  • TheNewspaper.gr

  • Monaco Info

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