Umfassende Studie untersucht differenzierte Kommunikation von Hunden mittels Sprach-Soundboards
Bearbeitet von: Olga Samsonova
Ein umfangreiches Bürgerwissenschaftsprojekt unter der Leitung von Federico Rossano von der University of California San Diego (UCSD) untersucht, inwieweit Hunde mithilfe vorab aufgezeichneter Wörter auf Soundboards differenzierte Gedanken an ihre menschlichen Begleiter übermitteln können. Diese Studie, die zu den größten ihrer Art zählt, zielt darauf ab, die Grenzen der interspezifischen Kommunikation neu zu definieren und ein Fenster zur tierischen Kognition zu öffnen.
Die aktuelle Forschung der UCSD baut auf den frühen Ergebnissen der Sprachpathologin Christina Hunger auf, deren Hund Stella Berichten zufolge über 50 Vokabeln erlernte und Sätze mit bis zu fünf Wörtern bildete. Die laufende Erhebung der UCSD umfasst bereits Daten von annähernd 10.000 Hunden sowie 700 Katzen weltweit. Die anfängliche Arbeit von Hunger mit Stella, einem Catahoula/Blue Heeler-Mischling, zeigte bereits 2019 das Potenzial solcher Geräte, wobei Stella Wörter wie „draußen“ und „später“ kombinierte, um komplexere Mitteilungen zu formulieren.
Ein zentrales Anliegen der Forschung ist die rigorose Überprüfung der Kommunikationsansprüche, wobei der sogenannte „Clever Hans-Effekt“ durch die Analyse von Fernvideos ausgeschlossen werden soll. Frühe Analysen, die über 260.000 Tastendrücke von 152 Hunden über einen Zeitraum von 21 Monaten auswerteten, deuten darauf hin, dass einige Hunde Wortkombinationen kontextabhängig nutzen, beispielsweise die Sequenz „draußen“ plus „Geschäft verrichten“ (outside + potty). Die Daten belegen, dass Hunde die Tasten zielgerichtet drücken, um Bedürfnisse und Wünsche auszudrücken, und nicht bloß ihre Besitzer imitieren.
Die statistische Auswertung der ersten Studienergebnisse, die unter anderem in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht wurden, belegt, dass etwa 65 Hunde im Rahmen der Studie regelmäßig 100 oder mehr Tasten bedienen. Die am häufigsten gedrückten Tasten bezogen sich auf grundlegende Bedürfnisse wie „Futter“, „Leckerli“, „draußen“ und „spielen“, wobei Kombinationen wie „Bauch Schmerz“ (belly ouch) auch zur Kommunikation von Schmerzereignissen genutzt wurden, wie etwa bei späteren Tierarztbesuchen wegen Ohrinfektionen.
Rossano und sein Team, zu dem auch Amalia P. M. Bastos und Zachary N. Houghton gehören, sehen darin einen wichtigen Schritt zur Präzisierung der Kommunikation, die über bloßes Bellen oder Kratzen an der Tür hinausgeht. Sollte sich diese Fähigkeit zur artikulierten Äußerung bestätigen, könnte diese Forschung einen fundamentalen Beitrag zur Verbesserung des Tierwohls leisten, indem sie den Tieren ein nuancierteres Ausdrucksmittel an die Hand gibt. Die Arbeit von Rossano und seinen Kollegen fand im Rahmen einer NOVA PBS-Spezialsendung im Februar 2026 Erwähnung. Zukünftig planen die Forscher, zu untersuchen, ob die Tiere in der Lage sind, über unmittelbare Bedürfnisse hinauszugehen und abstrakte Konzepte wie vergangene Erlebnisse oder abwesende Objekte mithilfe der Soundboards zu kommunizieren.
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Quellen
Earth.com
cowboystatedaily.com
Digital Sevilla - Diario andaluz progresista
Diario Panorama
Earth.com
University of California
National Today
Springer Nature
Cowboy State Daily
Kool 107.9
The Colorado Sun
YouTube
Summit Lost Pet Rescue
HECHOS DE HOY
Experto Animal
GIRONANOTICIES.COM
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Diario Panorama Movil
Reconquista Hoy
Rosario3
El Urbano de San Carlos
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