Experten warnen 2026 vor Handynähe am Schlafplatz wegen Melatoninunterdrückung
Bearbeitet von: Olga Samsonova
Longevity-Experten äußerten im Jahr 2026 eine deutliche Mahnung bezüglich der Gewohnheit, Mobiltelefone direkt neben dem Bett aufzubewahren. Diese Praxis, so die Fachleute, kompromittiere massiv den erholsamen Schlaf und könne langfristig die Gehirngesundheit negativ beeinflussen. Die zentrale Ursache liegt im von den Geräten emittierten blauen Licht, welches die Produktion von Melatonin, dem essenziellen Hormon für die nächtliche Ruhephase, aktiv unterdrückt oder gänzlich eliminiert.
Diese Hemmung der Melatonin-Ausschüttung tritt selbst dann ein, wenn die Geräte auf Flugmodus geschaltet sind oder nur geringe Strahlungswerte aufweisen. Das Gehirn interpretiert das kalte Licht der LED-Bildschirme fälschlicherweise als Tageslichtsignal, was den natürlichen zirkadianen Rhythmus stört und den Entspannungsprozess verzögert. Die Exposition gegenüber mobilen Stimuli während der Nacht führt zu einer nachweisbaren Veränderung der Gehirnwellenaktivität, was die Fähigkeit des Körpers verhindert, tiefere Schlafstadien zu erreichen, und somit die gesamte Qualität der nächtlichen Erholung mindert.
Longevity-Spezialist Diego Suárez empfiehlt eindringlich, Mobiltelefone in einer Distanz von mindestens zwei Metern zum Schlafplatz zu positionieren. Er argumentiert, dass das Gehirn für die Einleitung seines kritischen nächtlichen Reparaturprozesses eine Umgebung absoluter Dunkelheit und keinerlei Strahlung benötigt. Die Unterbrechung dieser zerebralen Regeneration durch Melatoninkürzung wird als drastisch beschrieben, wobei schlechte Schlafhygiene die Gesundheitsbemühungen insgesamt signifikant beeinträchtigt.
Wissenschaftliche Forschung untermauert diese Bedenken mit Daten zur langfristigen kognitiven Gesundheit. Eine Langzeitstudie mit über 2700 älteren Erwachsenen, durchgeführt von Forschern der Mayo Clinic, zeigte, dass Personen mit chronischer Insomnie geistig schneller abbauten als ihre Altersgenossen ohne Schlafprobleme. Das Risiko, im Laufe der Jahre eine leichte kognitive Beeinträchtigung zu entwickeln, war bei chronisch Schlafgestörten um etwa 40 Prozent erhöht, was einem beschleunigten Alterungseffekt des Gehirns von 3,5 Jahren entspricht. Im Schlaf werden Stoffwechselprodukte abgebaut und Nervenverbindungen gestärkt; wird dieser Prozess gestört, kann dies die geistige Leistungsfähigkeit nachhaltig mindern.
Um die Schlafqualität zu optimieren und die Bemühungen um Langlebigkeit zu unterstützen, wird geraten, die Blaulichtexposition konsequent zu begrenzen. Fachleute raten Personen, die auf ihr Smartphone als Wecker angewiesen sind, zum Umstieg auf einen konventionellen Wecker, idealerweise mit Funktionen zur Simulation von natürlichem Licht. Alternativ kann die Aktivierung des Flugmodus die Strahlung und unnötige Störungen minimieren, wobei die reine Lichtexposition weiterhin ein Faktor bleibt. Die Etablierung einer handyfreien Zone im Schlafzimmer wird als Schaffung eines echten Rückzugsortes für Regeneration betrachtet, was nicht nur für Erwachsene, sondern insbesondere für Jugendliche von Bedeutung ist.
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Quellen
HERALDO
C5N
AS.com
Heraldo de Aragón
Información
National Geographic
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