Literarische Prägung: Wie Autoren wie Shakespeare und Carroll den englischen Wortschatz erweiterten

Bearbeitet von: Vera Mo

Wenn die sprachliche Kreativität eines Autors bei den Lesern Anklang findet, können seine Wortschöpfungen einen festen Platz im allgemeinen Sprachgebrauch erlangen. Diese sprachlichen Innovationen spiegeln oft tiefgreifende kulturelle oder emotionale Verschiebungen der jeweiligen Epoche wider. Die permanente Aufnahme neuer Lexeme in den allgemeinen Sprachgebrauch zeugt von der nachhaltigen Wirkung literarischer Werke auf die Alltagskommunikation.

William Shakespeare wirkte während der Periode des Frühneuenglischen, einer Zeit, in der die englische Sprache einen rasanten Zuwachs an Vokabular erfuhr. Gelehrte schätzen, dass Shakespeare für die Einführung von rund 1.700 Wörtern verantwortlich ist, von denen viele bis heute gebräuchlich sind. Seine kreative Kraft manifestierte sich in der Umwandlung des Substantivs 'swag' in das Verb 'swagger', welches eine stilvolle Zuversicht beschreibt. Ebenso prägte er das Wort 'lonely', um das im 16. und 17. Jahrhundert aufkommende Gefühl emotionaler Isolation zu erfassen. In seinem Drama Othello personifizierte er die Eifersucht mit der Metapher 'das grünäugige Monster', wobei die Farbe Grün historisch oft mit diesem Gefühl assoziiert wurde.

Charles Lutwidge Dodgson, bekannt als Lewis Carroll, zeichnete sich durch die Erfindung von Nonsenswörtern aus, die durch ihre innere Logik intuitiv wirkten. Carrolls Genie zeigte sich in der Schaffung sogenannter Portmanteau-Wörter, bei denen er zwei Begriffe verschmolz. Das Wort 'chortle' beispielsweise vereint die Elemente von 'chuckle' (kichern) und 'snort' (schnauben), um ein freudiges Lachen zu evozieren. Aus seinem Gedicht The Hunting of the Snark stammt 'snark', das später für scharfen Witz adaptiert wurde, was zu 'snarky' führte. Darüber hinaus definierte Carroll 1871 in Through the Looking-Glass den modernen linguistischen Begriff 'portmanteau' selbst, um das Konzept von zwei Bedeutungen, die in einem Wort 'verpackt' sind, zu beschreiben.

Die literarische Hinterlassenschaft von Charles Dickens manifestierte sich ebenfalls in der Etablierung von Namen, die zu festen Begriffen in der englischen Sprache wurden. Seit den 1840er Jahren wird das Epitheton 'Dickensian' verwendet, um Zustände sozialer Ungleichheit oder Armut zu charakterisieren. Dickens, der am 7. Februar 1812 in Landport geboren wurde, schuf mit Werken wie Oliver Twist und A Christmas Carol eine Reihe solcher eponymischen Begriffe. Ein weiteres Beispiel ist 'gamp', abgeleitet von der Figur Sarah Gamp in Martin Chuzzlewit, einer Krankenschwester, die für ihren großen Regenschirm bekannt war, weshalb 'gamp' nun einen unhandlichen Schirm bezeichnet. Aus Mr. Podsnap entstand 'podsnappery', das eine selbstgefällige Haltung beschreibt, bei der unangenehme Tatsachen geleugnet werden. Schließlich wurzelt das Wort 'scrooge' in Ebenezer Scrooge aus A Christmas Carol, dessen geiziger Geist durch den Klang des Wortes eingefangen wird. Dickens, der auch unter dem Pseudonym Boz schrieb, wird zugeschrieben, fast 989 charakterisierte Figuren geschaffen zu haben.

Die Fähigkeit dieser literarischen Giganten, die Grenzen der Sprache zu erweitern, verdeutlicht die dynamische Natur des Englischen während des Übergangs vom Mittelalter zur Moderne und darüber hinaus. Die Schaffung von Wörtern wie 'swagger' oder die präzise Erfassung eines Gefühls wie 'lonely' durch Shakespeare, oder die spielerische Logik von Carrolls 'chortle', zeigen, wie Literatur Gesellschaft nicht nur spiegelt, sondern aktiv formt. Die Etablierung von Begriffen wie 'Dickensian' unterstreicht die anhaltende soziale Relevanz literarischer Beobachtungen, die über die Lebenszeit des Autors hinaus Bestand haben und den allgemeinen Wortschatz bereichern.

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Quellen

  • Dictionary.com

  • Super Rádio Tupi

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  • El Punt Avui

  • Compendium.cat

  • PORTMANTEAU Definition & Meaning - Cambridge Dictionary

  • Dickensian - Etymology, Origin & Meaning

  • The Frabjous Words Invented By Lewis Carroll - Dictionary.com

  • Portmanteau Words - Oxford Reference

  • Portmanteau - Definition, Meaning & Synonyms - Merriam-Webster

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  • ZAP Notícias

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  • PPGLin

  • Congresso Internacional da Abralin

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  • Estado de Minas

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  • CLAUDIA

  • Wikcionário

  • Revista Oeste

  • El portal - Compendium.cat

  • Compendium (Compendium.cat), portal de recursos de lenguaje jurídico catalán - ICAB

  • Compendium.cat - Compendium.cat

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