Neuronale Synchronizität bei bilingualen Müttern bleibt über Sprachgrenzen hinweg bestehen
Bearbeitet von: Vera Mo
Die Interbrain-Synchronizität, definiert als die zeitliche Abstimmung neuronaler Aktivitäten zwischen zwei oder mehr Gehirnen während sozialer Interaktion, gilt als fundamental für emotionale Bindung und die Effektivität der Kommunikation in der Eltern-Kind-Beziehung. Jüngste Forschungsergebnisse, die vorläufig von der Fachzeitschrift Frontiers in Cognition zur Annahme gebracht wurden, liefern wichtige Einblicke in die Stabilität dieser neuronalen Verbindung in mehrsprachigen Familien.
Eine im Jahr 2025 durchgeführte Untersuchung der Universität Nottingham belegte, dass diese neuronale Synchronisation bei bilingualen Familien robust bestehen bleibt, selbst wenn die Mutter ihre Zweitsprache, in diesem Fall Englisch, verwendet. Die Studie umfasste 15 bilinguale Familien aus dem Vereinigten Königreich, deren Mütter über fortgeschrittene Englischkenntnisse verfügten, klassifiziert nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (CEFR) auf den Stufen C1 oder C2. Die Kinder in diesen Familien waren im Alter zwischen drei und vier Jahren, einer kritischen Phase für die Sprachentwicklung. Die Forschung wurde maßgeblich von Dr. Efstratia Papoutselou, Forschungsstipendiatin, und dem leitenden Autor Professor Douglas Hartley geleitet.
Die Forscher betonten, dass die für die Bindung essenzielle neuronale Verbindung erhalten bleibt, unabhängig davon, ob die Interaktion in der Muttersprache der Mutter oder in einer erlernten Zweitsprache stattfindet. Diese Feststellung ist bemerkenswert, da selbst hochkompetente Sprecher dazu neigen, eine erworbene Sprache langsamer und mit mehr Pausen oder Korrekturen zu sprechen, besonders in emotional oder kognitiv anspruchsvollen Situationen. Zur Datenerhebung setzten die Forscher die funktionelle Nahinfrarotspektroskopie (fNIRS) im Hyperscanning-Verfahren ein, um die simultane Gehirnaktivität während naturalistischer Spielszenarien aufzuzeichnen, die entweder in der Muttersprache oder in Englisch stattfanden.
Die Messungen konzentrierten sich auf den präfrontalen Kortex (PFC) und den temporoparietalen Übergang (TPJ), Bereiche, die mit sozialer Kognition, Entscheidungsfindung und Emotionen assoziiert sind. Die Analyse zeigte eine signifikante Interbrain-Synchronizität, die insbesondere im PFC lokalisiert war und zwischen den Interaktionen in der Muttersprache und der Zweitsprache keinen signifikanten Unterschied aufwies. Die Synchronizität war generell stärker während des interaktiven Spiels im Vergleich zu unabhängigen Spielphasen. Diese Entdeckung aus dem Jahr 2026 widerlegt Bedenken, dass die Nutzung einer Nicht-Muttersprache die emotionale Nähe in mehrsprachigen Haushalten beeinträchtigen könnte.
Professor Hartley hob hervor, dass die Ergebnisse darauf hindeuten, dass Mehrsprachigkeit Vorteile bringen kann, da sie eine gesunde Kommunikation durch die Bewahrung der neuronalen Grundlagen für die soziale Entwicklung unterstützt. Die Tatsache, dass die Mütter ein C1- oder C2-Niveau in Englisch aufwiesen, scheint entscheidend für die Aufrechterhaltung dieser neuronalen Kopplung zu sein. Die Studie unterstreicht die Resilienz der neuronalen Mechanismen, die Eltern-Kind-Bindungen stützen, selbst wenn komplexe sprachliche Wechsel erforderlich sind.
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Quellen
Scienmag: Latest Science and Health News
La Libre.be
GreatLove.ru
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Scienmag: Latest Science and Health News
Frontiers
ResearchGate
Asia Pacific Symposium on Cochlear Implants and Related Sciences
The University of Nottingham
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