
Ernährungsphysiologischer Wert blau-violetter Lebensmittel: Jordi Cruz hebt Anthocyane hervor
Bearbeitet von: Olga Samsonova

Der renommierte spanische Koch Jordi Cruz, bekannt für seine avantgardistische Küche und seine Rolle als Juror in der Fernsehsendung MasterChef seit 2013, hat über seine digitalen Kanäle die ernährungsphysiologischen Vorzüge von Lebensmitteln mit blauer und violetter Färbung betont. Cruz, der mit drei Michelin-Sternen für sein Restaurant ABaC in Barcelona ausgezeichnet ist und bereits 2004 als damals jüngster Koch Spaniens einen Michelin-Stern erhielt, lenkt die Aufmerksamkeit auf sekundäre Pflanzenstoffe, die diesen intensiven Farbtönen zugrunde liegen.
Die charakteristische blaue und violette Tönung in Obst und Gemüse ist ein direktes Indiz für das Vorhandensein von Anthocyanen. Diese Polyphenole gelten als hochwirksame natürliche Antioxidantien, deren Wirkung unter Laborbedingungen mitunter sogar stärker als die von Vitamin C ist. Anthocyane sind dafür bekannt, entzündungshemmend zu wirken und können somit chronische Entzündungsprozesse lindern, die als Vorläufer von Leiden wie Arthritis oder Arteriosklerose gelten. Darüber hinaus zeigen Untersuchungen, dass diese Farbstoffe antivirale und antibakterielle Eigenschaften besitzen und aktiv gegen Influenzaviren wirken können, weshalb hierzu weitere Forschung betrieben wird.
Chef Cruz empfiehlt Konsumenten, gezielt Artikel wie Heidelbeeren, violette Zwiebeln und die farbintensiven violetten Kartoffelsorten in ihren täglichen Speiseplan zu integrieren, um von den umfassenden gesundheitlichen Vorteilen zu profitieren. Die positiven Effekte von Anthocyanen erstrecken sich laut wissenschaftlichen Analysen auf mehrere Körpersysteme. Sie können zur Unterstützung der kardiovaskulären Gesundheit beitragen, indem sie die Funktion der Blutgefäße verbessern und zur Regulierung des Blutdrucks beitragen, unter anderem durch die Anregung der Stickstoffmonoxid-Produktion. Zudem wird ihnen eine schützende Wirkung auf die zelluläre Ebene zugeschrieben, indem sie freie Radikale neutralisieren, welche Zellschäden durch oxidativen Stress verursachen.
Die Forschung beleuchtet zudem die Rolle von Anthocyanen im Hinblick auf das kognitive Wohlbefinden. Studien deuten darauf hin, dass diese Verbindungen den altersbedingten geistigen Abbau verlangsamen und die Gehirnfunktion positiv beeinflussen können, was beispielsweise bei der Unterstützung des Gedächtnisses beobachtet wurde. Eine besonders aktuelle Forschungsrichtung untersucht das Potenzial von Anthocyanen, den Körper vor den schädlichen Auswirkungen von Mikro- und Nanoplastik zu schützen, da sie oxidativen Stress reduzieren und hormonelle Gleichgewichte modulieren können. Es wird geschätzt, dass Menschen wöchentlich etwa fünf Gramm Mikroplastik aufnehmen, was dem Gewicht einer Kreditkarte entspricht.
Lebensmittel wie Brombeeren, schwarze Johannisbeeren und Kirschen weisen einen besonders hohen Gehalt an diesen wertvollen Pigmenten auf, wobei Brombeeren den Gehalt von Heidelbeeren in manchen Fällen sogar übertreffen können. Es ist anzumerken, dass die positiven Wirkungen nicht immer direkt den Anthocyanen selbst zugeschrieben werden, da sie teilweise bereits im Speichel zersetzt werden; vielmehr vermuten Forscher, dass ihre Abbauprodukte die biologisch aktiven Komponenten darstellen. Die Empfehlung von Jordi Cruz, diese farbintensiven Lebensmittel regelmäßig zu konsumieren, stellt somit eine proaktive Maßnahme dar, um die allgemeine zelluläre und kardiovaskuläre Resilienz zu stärken.
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Quellen
ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL
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La Vanguardia
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El HuffPost
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Mundo Deportivo
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