Lebensstilfaktoren korrelieren mit einem bis zu acht Jahre jünger erscheinenden Gehirn

Bearbeitet von: gaya ❤️ one

Aktuelle Forschungsergebnisse der University of Florida (UF) aus dem Jahr 2025 belegen, dass positive Lebensgewohnheiten die Alterung des Gehirns signifikant verlangsamen können, was dazu führen kann, dass das Gehirn bis zu acht Jahre jünger erscheint als das chronologische Alter der Person.

Diese zweijährige Untersuchung stützte sich auf Magnetresonanztomographie (MRT)-Aufnahmen, die mittels maschinellem Lernen analysiert wurden, um das sogenannte „Gehirnalter“ bei Probanden mittleren und höheren Alters zu bestimmen. Die Studie, die in der Fachzeitschrift Brain Communications veröffentlicht wurde, umfasste 128 Erwachsene aus vier Kontinenten; etwa 70 Prozent der Teilnehmerinnen waren Frauen, und die Mehrheit litt unter chronischen Schmerzen oder wies ein Risiko für Kniearthrose auf. Zu den zentralen Schutzfaktoren, die stark mit einer Verlangsamung des Alterungsprozesses des Gehirns in Verbindung gebracht wurden, zählen Optimismus, erholsamer Schlaf, effektives Stressmanagement und ein stabiles soziales Unterstützungsnetzwerk. Diese gesundheitsfördernden Verhaltensweisen bieten biologisch bedeutsame Vorteile und untermauern die These, dass „Lebensstil Medizin ist“, wie die leitende Autorin Dr. Kimberly Sibille, außerordentliche Professorin an der UF, betont. Die Mitautoren der Studie umfassten auch Dr. Jared Tanner, außerordentlicher Forschungsprofessor an der UF, sowie Dr. Angela Mickle und Dr. Roland Staud.

Die Untersuchung zeigte, dass Probanden mit den meisten schützenden Faktoren zu Beginn der Studie Gehirne aufwiesen, die acht Jahre jünger aussahen als ihr tatsächliches Alter, und diese Gehirne alterten auch über die zweijährige Beobachtungszeit langsamer. Im Gegensatz dazu wurden belastende Faktoren wie chronische Schmerzen, soziale Benachteiligung, geringes Einkommen und ein niedriger Bildungsstand mit einem älter erscheinenden Gehirn assoziiert. Interessanterweise schien der negative Einfluss dieser Widrigkeiten im Zeitverlauf weniger stark ins Gewicht zu fallen, während die positiven Effekte der gesunden Lebensführung eine nachhaltigere Verbindung zu einem jüngeren Gehirnprofil aufwiesen. Auch die Aufrechterhaltung eines gesunden Körpergewichts sowie der Verzicht auf Tabakkonsum bestätigten ihren Nutzen bei der Verlangsamung der Hirnalterung.

Dr. Tanner hob hervor, dass viele dieser Einflussfaktoren im Bereich der persönlichen Kontrolle liegen, wie etwa die Fähigkeit, Stress anders wahrzunehmen oder Optimismus zu praktizieren, da schlechter Schlaf gut behandelbar sei. Die Methodik umfasste die Schätzung der „Gehirnalterungslücke“ – die Differenz zwischen geschätztem Gehirnalter und tatsächlichem chronologischem Alter – als Maßstab für die allgemeine Hirngesundheit. Die Befunde senden eine klare Botschaft: Präventive Verhaltensweisen wirken sich additiv auf die biologische Gesundheit aus und können die Resilienz des Gehirns messbar stärken, was die aktive Gestaltung des Lebensstils als ein Werkzeug gegen die Beschleunigung neurodegenerativer Prozesse etabliert.

Parallel zu diesen Erkenntnissen beleuchtete eine separate Untersuchung der University of Limerick bei über 500.000 Personen den Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und dem Langlebigkeitsrisiko. Höhere Werte bei Gewissenhaftigkeit und Extraversion korrelierten mit einem reduzierten Sterberisiko, wohingegen ein hoher Neurotizismus mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit einer früheren Mortalität einherging. Die Forschung der University of Limerick unterstreicht, dass die Art und Weise, wie Menschen denken, fühlen und sich verhalten, nicht nur die Lebenszufriedenheit beeinflusst, sondern auch die potenzielle Lebensdauer, wobei die Effekte dieser psychologischen Faktoren denen traditioneller Determinanten wie Einkommen und Bildung ähneln.

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Quellen

  • ТСН.ua

  • University of Florida

  • Health News

  • Express newspaper

  • University of Limerick

  • Limerick's Live 95

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