Finanzriesen im Fokus: JPMorgan Chase und Deutsche Bank wegen Epstein-Geschäften zu Strafen verurteilt

Bearbeitet von: Tatyana Hurynovich

JPMorgan Chase und die Deutsche Bank stehen aufgrund ihrer früheren Geschäftsbeziehungen mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein im Visier der Aufsichtsbehörden und sehen sich mit erheblichen Strafen konfrontiert. Diese Entwicklungen unterstreichen die zunehmende Sensibilität für die Rolle von Finanzinstituten bei der Prävention und Aufdeckung illegaler Aktivitäten.

JPMorgan Chase hat sich zur Zahlung von 290 Millionen US-Dollar bereit erklärt, um die Vorwürfe im Zusammenhang mit seiner Rolle bei der Erleichterung der Sexhandelsaktivitäten von Epstein auszuräumen. Zusätzlich zu dieser Einigung zahlte JPMorgan Chase 75 Millionen US-Dollar an die US-Jungferninseln, um Ansprüche wegen der Ermöglichung von Epsteins Sexhandelsaktivitäten beizulegen. Diese Gelder sind für Organisationen bestimmt, die sich gegen Menschenhandel einsetzen, sowie für Strafverfolgungsbehörden. Die Bank hat eingeräumt, dass ihre Geschäftsbeziehung mit Epstein ein Fehler war und bedauert diese zutiefst.

Die Deutsche Bank wurde von den New Yorker Finanzaufsichtsbehörden mit einer Geldstrafe von 150 Millionen US-Dollar belegt. Der Grund dafür war die unzureichende Überwachung der Konten von Epstein, was zur Folge hatte, dass verdächtige Transaktionen in Millionenhöhe unbeanstandet blieben. Darüber hinaus stimmte die Deutsche Bank einer Zahlung von 75 Millionen US-Dollar zu, um eine Klage von Frauen beizulegen, die behaupteten, die Bank habe die Sexhandelsaktivitäten von Epstein erleichtert. Die Bank hat eingeräumt, dass die Annahme von Epstein als Klient ein kritischer Fehler war.

Die Verwicklungen von Epstein in Finanzgeschäfte sind weiterhin Gegenstand intensiver Untersuchungen. Senator Ron Wyden hat eine Gesetzgebung vorgeschlagen, den „Produce Epstein Treasury Records Act“ (PETRA), der den US-Finanzminister anweist, verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit Epstein und seinen Komplizen zu melden. Diese Bemühungen zielen darauf ab, die Finanznetzwerke aufzudecken, die sein kriminelles Unternehmen unterstützten. Die von Wyden eingebrachten Gesetzesinitiativen zielen darauf ab, die Transparenz zu erhöhen und sicherzustellen, dass Finanzinstitute ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen. Die Akten, die Transaktionen in Höhe von mindestens 1,5 Milliarden US-Dollar dokumentieren, könnten Licht auf potenzielle Verstöße gegen Anti-Geldwäsche-Gesetze werfen.

Diese Fälle verdeutlichen die tiefgreifenden Auswirkungen, die die Geschäftspraktiken von Finanzinstituten auf die Gesellschaft haben können. Sie erinnern daran, dass finanzielle Transaktionen nicht isoliert betrachtet werden dürfen, sondern im breiteren Kontext ethischer Verantwortung und der Einhaltung von Gesetzen stehen. Die fortlaufenden Untersuchungen und Strafen senden eine klare Botschaft an die gesamte Finanzbranche: Wachsamkeit und Integrität sind unerlässlich, um das Vertrauen der Öffentlichkeit zu wahren und die Widerstandsfähigkeit des globalen Finanzsystems zu gewährleisten.

Quellen

  • The Guardian

  • Senate Finance Committee Releases New Information on Financing of Jeffrey Epstein’s Operations by Billionaire Leon Black

  • Jeffrey Epstein Receives $300 Million in US Virgin Islands Tax Incentives, JPMorgan Reveals

  • JPMorgan to pay $75 million in settlement involving Jeffrey Epstein

  • NY state penalizes Deutsche Bank $150M for Epstein dealings

  • Wyden Unveils Ongoing Investigation Into Private Equity Billionaire Leon Black’s Tax Planning and Financial Ties with Jeffrey Epstein

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