Nikola Teslas Ernährungsdisziplin im Spiegel moderner Gesundheitskonzepte
Bearbeitet von: Olga Samsonova
Die streng disziplinierten Essgewohnheiten des Erfinders Nikola Tesla, die auf einem Prinzip der Minimalität beruhten, finden bemerkenswerte Resonanz in zeitgenössischen Gesundheitsansätzen wie dem Intervallfasten. Tesla strukturierte seine Nahrungsaufnahme konsequent um zwei Hauptmahlzeiten täglich, wobei er bekanntermaßen das Mittagessen ausließ, da er dies mit den vermeintlichen Rhythmen der Erde in Einklang brachte. Diese zweimahlzeitige Struktur, die er über weite Strecken seines Lebens beibehielt, wurde von Milijan Stojanić, einem serbischen Koch und Publizisten aus Kosjerić, in seinem Werk Teslin banket dokumentiert. Stojanić widmete dem Lebenswerk und den gastronomischen Vorlieben des Wissenschaftlers über zwei Jahrzehnte Forschung, wobei seine Publikation bereits in 187 Länder übersetzt wurde, mit Plänen für 75 weitere Sprachen.
Tesla bevorzugte leicht verdauliche Nahrungsmittel und setzte beim Frühstück auf proteinreiche Komponenten wie Milch und Eiklar, was seine Energie für die langen Arbeitsphasen sicherstellen sollte. Abendessen fielen bewusst leicht aus und betonten Gemüse für die Zufuhr von Vitaminen und die Regulierung der Darmtätigkeit, oft in Form einer Gemüsesuppe. Der Erfinder mied Stimulanzien wie Kaffee und Tabak, da er für seine wissenschaftliche Arbeit eine maximale geistige Klarheit priorisierte. Er glaubte, dass übermäßige Nahrungsaufnahme den Körper belaste und die geistige Schärfe trübe, was er als Gift für das System ansah.
Obwohl Tesla generell eine pflanzenbasierte Ernährungsweise pflegte, konsumierte er Fleisch oder Fisch nur äußerst selten, da er die Ansicht vertrat, diese Lebensmittel würden den Harnsäurespiegel erhöhen. In späteren Lebensphasen, insbesondere ab seinem 40. Lebensjahr, stellte er seine Ernährung konsequent auf vegetarische Kost um, wobei Milch ein Hauptnahrungsmittel wurde. Er vermied Lebensmittel, die er als säurebildend empfand, da er glaubte, diese beschleunigten den Alterungsprozess und führten zu Toxinen. Diese Philosophie, den Körper wie eine präzise Maschine zu behandeln, die mit sauberem Treibstoff versorgt werden muss, spiegelt sich in seinem gesamten Lebensstil wider, der auch lange tägliche Spaziergänge umfasste.
Die Forschung von Stojanić beleuchtet nicht nur Teslas Essenszeiten, sondern seinen gesamten Lebensweg von Smiljan über Europa bis nach Amerika, inklusive Rezepten der Gerichte, die er bevorzugte. Tesla lebte 24 Jahre länger als der durchschnittliche amerikanische Mann seiner Zeit, was er selbst auf seine „gastronomische Abstinenz“ zurückführte. Er sah seine Essgewohnheiten als „gesunden Menschenverstand“ an, der die Lebensspanne verlängern und die Gesundheit der Menschheit verbessern würde, wenn er universell angewendet würde. Im Gegensatz zu den üppigen Frühstücken der wohlhabenden Amerikaner seiner Zeit, die oft Steaks, Austern und gebratene Kartoffeln beinhalteten, setzte Tesla auf Einfachheit, um die Verdauungsorgane weniger zu belasten.
Seine Vermeidung von Stimulanzien war ebenso strikt; er gab Kaffee und das Rauchen von Zigarren auf, nachdem er erkannte, dass diese seinem körperlichen Wohlbefinden abträglich waren. Interessanterweise glaubte Tesla, dass Alkohol kein Stimulans, sondern ein „Elixier des Lebens“ sei, und er genoss gelegentlich Wein aus seiner Heimat Kroatien. Diese bewusste Kontrolle über seine Zufuhr, kombiniert mit einem disziplinierten Tagesablauf, ermöglichte es ihm, oft achtzehn bis zwanzig Stunden täglich zu arbeiten, was seine außergewöhnlichen Beiträge zur Elektrotechnik und Erfindungswelt untermauerte.
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Quellen
Krstarica
Medium
Medium
Science Magazine
Popular Mechanics
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