Indonesiens Mahlenprogramm wird durch obligatorische Ernährungsbildung ergänzt
Bearbeitet von: Olga Samsonova
Die indonesische Regierung hat eine signifikante Erweiterung ihres landesweiten Programms für kostenlose nahrhafte Mahlzeiten (MBG) angeordnet. Diese Erweiterung schreibt nun die obligatorische Vermittlung von Ernährungswissen durch Lehrkräfte vor, eine Maßnahme, die direkt mit der Essensausgabe an Schulen verknüpft ist.
Das MBG, ein zentrales Wahlversprechen von Präsident Prabowo Subianto, wurde offiziell am 6. Januar gestartet. Die Initiative zielt darauf ab, die hohe Prävalenz von Wachstumsverzögerungen, die laut offiziellen Angaben 21,5 Prozent der Kinder betrifft, zu bekämpfen. Das Programm soll bis 2029 fast 83 Millionen Menschen mit kostenlosen Mahlzeiten versorgen.
Zur Implementierung der Bildungsanforderung hat das Ministerium für Grund- und Sekundarbildung ein spezifisches Modul bereitgestellt, das den Pädagogen technische Leitlinien liefert. Die neue Struktur sieht eine verpflichtende fünfminütige Simulation zur Essensvorbereitung und -aufnahme unmittelbar vor den Mahlzeiten vor. Zudem wird das Thema Ernährungswissen in Kernfächer wie Bahasa Indonesia integriert, um eine durchgängige Verankerung im Lehrplan zu gewährleisten.
Die umfassende Initiative, die auch schwangere Frauen und stillende Mütter einschließt, ist mit erheblichen Mitteln verbunden. Allein für das laufende Jahr sind 71 Billionen Rupien, umgerechnet etwa 4,2 Milliarden Euro, budgetiert. Für die Mahlzeiten ist ein Budget von 62 Cents pro Portion angesetzt, wobei die Zutaten bevorzugt von lokalen Erzeugern bezogen werden sollen, um lokale Wirtschaftskreisläufe zu stärken.
Ernährungswissenschaftler und Ärzte, wie Tan Shot Yen, mahnen zur Vorsicht und fordern transparente Kontrollen, um die Qualität der Mahlzeiten zu sichern und die Verwendung von stark verarbeiteten Lebensmitteln zu verhindern. Ein früher Rückschlag ereignete sich Mitte Januar in Mitteljava, als 40 Schüler nach dem Verzehr der Mahlzeiten erkrankten; dieser Vorfall wurde jedoch als Versehen eingestuft und behoben. Die Regierung hat das Ziel, die Rate der Kinder mit Wachstumsverzögerungen bis 2045 auf fünf Prozent zu senken.
Die Vereinten Nationen in Indonesien unterstützen das Programm auf Anfrage der Regierung durch wissenschaftliche Forschung und technische Unterstützung bei der Erstellung von Richtlinien, unter anderem durch die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und UNICEF. Die strategische Verknüpfung von Nahrungszufuhr und Wissensvermittlung soll die Nachhaltigkeit des Vorhabens erhöhen.
Quellen
TEMPO.CO
Tempo.co
RRI
Kemendikdasmen
VOI
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