Instituto de Biomecánica automatisiert Charaktererstellung mittels 4D-Scantechnologie im Metavatar-Projekt
Bearbeitet von: Olga Samsonova
Das Instituto de Biomecánica (IBV) in Valencia treibt mit dem Metavatar-Projekt eine signifikante Neugestaltung in der Erzeugung digitaler menschlicher Abbilder voran. Dieser Ansatz stellt einen Fortschritt gegenüber traditionellen, oft fragmentierten Methoden dar, indem er fortschrittliche Techniken integriert, um digitale Doubles direkt aus realen Erfassungsprozessen zu generieren. Im Zentrum der Innovation steht die Nutzung volumetrischer Videos, die durch hochentwickelte 4D-Scanning-Technologien gewonnen werden, um sicherzustellen, dass die animierten Avatare auf realen Messungen basieren.
Ein wesentlicher technischer Durchbruch ist die dynamische Körperscan-Technologie des IBV, bekannt als MOVE4D, welche 4D-Sequenzen mit hoher Frequenz und konsistenter Netztopologie erfasst. Diese auf Photogrammetrie basierende Technologie ermöglicht die automatische, markierungslose 3D-Erfassung von Körperformen in Bewegung. Sie liefert artefaktfreie, wasserdichte Netzrekonstruktionen mit anatomischer Punkt-zu-Punkt-Korrespondenz zwischen den einzelnen Aufnahmen. David Garrido, Leiter der Innovation in biomechanischer Bewertung beim IBV, hob hervor, dass die 2019 lancierte MOVE4D-Technologie einen bedeutenden Schritt in der Digitalisierung von Körperform, Ergonomie und Biomechanik darstellt. Die Erfassung erreicht zeitliche Auflösungen von bis zu 180 Bildern pro Sekunde (fps), was eine hohe Realitätsnähe der texturierten 3D-Rekonstruktionen gewährleistet.
Das Metavatar-Projekt adressiert die wachsende Nachfrage nach hyperrealistischen Avataren für den Einsatz in virtuellen Umgebungen und dem Metaverse. Bisher war dieser Bereich durch komplexe und kostspielige Verfahren gekennzeichnet, die spezialisiertes Personal und zahlreiche Softwarelizenzen erforderten. Das Projekt zielt darauf ab, diesen Prozess zu automatisieren, indem die Transformation von Topologie, virtuellem Skelett und Animation in die für gängige 3D-Produktionsplattformen notwendigen Formate optimiert wird. Carmelo Lizarraga vom IBV betonte die Entwicklung einer Konvertierungsmethode, die den direkten Import der digitalen Doubles aus MOVE4D in führende Grafik-Engines ohne manuelle Nachbearbeitung erlaubt. Dies soll die Erstellungszeit halbieren und den Zugang zu fortschrittlichen Avatar-Erstellungstechnologien für Unternehmen mit begrenzten Ressourcen demokratisieren.
Die Anwendungsmöglichkeiten der MOVE4D-Technologie reichen über die Unterhaltungsindustrie hinaus und umfassen klinische und ergonomische Bereiche, wo sie zur präzisen Messung von Gelenkrotationen und zur Quantifizierung segmentaler Massen dient. Das Projekt Metavatar wird von der Generalitat Valenciana über die IVACE+i-Förderung unterstützt und ist eine Kooperation mit mehreren valencianischen Unternehmen, darunter Play&Go Experience, Aumenta Vilanova, Nunsys und Innoarea Projects. Diese Partnerschaft unterstreicht die regionale Verankerung der technologischen Entwicklung. Die Förderung durch das Valencianische Institut für Unternehmenswettbewerbsfähigkeit (IVACE) im Rahmen ihrer Strategie zur Transformation des Produktionsmodells der Comunitat Valenciana zeigt das Engagement der Region für technologische Modernisierung, welche auch die Nutzung von 4D-Technologie zur Verbesserung sportlicher Techniken einschließt.
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Quellen
Valencia Plaza
Valencia Plaza
Sdli
Instituto de Biomecánica de Valencia
Instituto de Biomecánica
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