USA sichern UN 2 Milliarden US-Dollar an humanitärer Hilfe nach drastischen Kürzungen im Jahr 2025 zu
Bearbeitet von: Tatyana Hurynovich
Am Montag, dem 29. Dezember, gab das US-Außenministerium bekannt, dass es eine gezielte Zuweisung von 2 Milliarden US-Dollar für humanitäre Unterstützung der Vereinten Nationen bereitstellt. Diese Finanzspritze erfolgte nach einer signifikanten Reduzierung der amerikanischen Auslandshilfe durch die Trump-Administration im Laufe des Jahres 2025. Diese Kürzungen hatten Berichten zufolge die operationellen Kapazitäten der UN-Strukturen erheblich beeinträchtigt.
Die Ankündigung, die in Genf erfolgte, war eine direkte Reaktion auf die kritische Lage, die durch die Mittelkürzungen entstanden war. UN-Agenturen sahen sich gezwungen, drastische Maßnahmen zu ergreifen und erklärten, sie müssten sich entweder „anpassen, schrumpfen oder untergehen“. Die drastischen Einschnitte umfassten die Einstellung von 83% der Projekte der US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) bis März 2025. Im Rahmen einer größeren Umstrukturierung wurden die Funktionen von USAID zum 1. Juli 2025 vollständig an das US-Außenministerium übergeben. Das neu zugesagte Paket von 2 Milliarden Dollar ist als ein umfassender Dachfonds konzipiert, der anschließend an die verschiedenen UN-Einrichtungen verteilt werden soll.
Historische Zahlen verdeutlichen den starken Kontrast zu früheren Perioden. Die gesamten humanitären Beiträge der USA an die UN beliefen sich im gesamten Jahr 2025 auf rund 3,38 Milliarden US-Dollar, was etwa 14,8% des globalen Gesamtbedarfs entsprach. Dies stellt einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Höchststand von 17,2 Milliarden Dollar im Jahr 2022 und auch gegenüber den 14,1 Milliarden Dollar dar, die im Jahr 2024 bereitgestellt wurden. Kritiker hatten stets argumentiert, dass solch abrupte Reduzierungen der Auslandshilfe den „Soft Power“-Einfluss der Vereinigten Staaten nachhaltig beschädigen würden.
Vor diesem Hintergrund präsentierte das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) seinen Globalen Humanitären Plan für 2026. Für das kommende Jahr werden 23 Milliarden Dollar benötigt, um 87 Millionen Menschen zu erreichen. Dies stellt eine erhebliche Reduzierung gegenüber den 47 Milliarden Dollar dar, die für das Jahr 2025 angefordert wurden. Tom Fletcher, Leiter des OCHA und UN-Notfallkoordinator, der sein Amt im Oktober 2024 antrat, begrüßte die neue Zusage der USA. Er betonte, dass diese Mittel die Position Washingtons als humanitäre Supermacht bekräftigen würden. Dennoch mahnte Fletcher, dass die humanitäre Reaktion der UN weiterhin „überdehnt, unterfinanziert und angegriffen“ sei, was die Notwendigkeit „schmerzhafter Entscheidungen“ mit sich bringe.
Die von der Trump-Administration initiierte Neuordnung von USAID wurde mit der Begründung vorangetrieben, dass die Behörde „längst von ihrer ursprünglichen Mission abgewichen sei“, wie Außenminister Marco Rubio erklärte. Er fügte hinzu, dass neue Programme direkt den US-Interessen im Sinne der „America First“-Politik entsprechen müssten. Die Übertragung strategischer Hilfsprogramme an das Außenministerium, während andere Funktionen eingestellt wurden, hinterlässt eine spürbare Lücke in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Die nun zugesagten 2 Milliarden Dollar sind somit als ein Stabilisierungsversuch inmitten dieses tiefgreifenden strukturellen Wandels in der amerikanischen Außenhilfepolitik zu werten.
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Quellen
Reuters
Reuters
CBS News
Devex
The Hindu
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