Studierende entwickeln essbare, alkoholfreie Parfüms zur Veredelung osmanischer Gerichte
Bearbeitet von: Olga Samsonova
An der Gaziantep Islam Science and Technology University (GISTU) haben Studierende eine Entwicklung präsentiert: essbare Parfüms, die zur Veredelung traditioneller osmanischer Gerichte konzipiert wurden. Diese Kreation zielt darauf ab, die sensorische Tiefe historischer Rezepte wiederzubeleben, indem sie das olfaktorische Gedächtnis anspricht, welches eng mit der reichen kulinarischen Vergangenheit des Osmanischen Reiches verbunden ist. Die Universität, eine der jüngsten in der Türkei, fördert aktiv projektbasierte Zusammenarbeit, was sich in solchen wissenschaftlichen Initiativen widerspiegelt, die auch Unterstützung durch das TÜBİTAK 2209-A Programm erfahren.
Die Essenz dieser Neuerung liegt in der Formulierung von sechs verschiedenen, rein natürlichen Parfüms, die mithilfe aromatischer Extrakte gewonnen werden. Diese Essenzen sind nicht für den direkten Konsum bestimmt, sondern sollen als feiner Nebel, vergleichbar mit einem Spray, unmittelbar vor dem Servieren über die Speisen appliziert werden. Die Entwicklung folgt dabei strengen, an traditionelle Techniken angelehnten Verfahren, wobei explizit auf den Einsatz von Alkohol verzichtet wird. Dieser alkoholfreie Ansatz steht im Einklang mit dem allgemeinen Trend zu alkoholfreien Aromalösungen in der Lebensmittelindustrie.
Die Anwendung dieser aromatischen Sprays ist hochspezifisch und auf die jeweiligen Hauptkomponenten des Gerichts abgestimmt, was eine präzise sensorische Akzentuierung ermöglicht. Es wurde beispielsweise eine spezielle Komposition für die Aromatisierung von rotem Fleisch entwickelt, während andere Mischungen für Geflügel- oder Fischgerichte vorgesehen sind. Die türkische Küche ist bekannt für ihre komplexe Aromensymphonie, die durch Gewürze wie Kreuzkümmel, Sumach und Pul Biber entsteht.
Diese Forschung an der GISTU steht im weiteren Kontext wissenschaftlicher Bemühungen, die die Nutzung natürlicher Ressourcen und traditioneller Methoden erforschen. Die Entscheidung der GISTU-Studierenden, einen völlig alkoholfreien Ansatz zu wählen, stellt eine bewusste Abkehr von gängigen Verfahren dar, bei denen Alkohol als Geschmacksträger genutzt wird. Stattdessen wird auf die reine Kraft der natürlichen Extrakte gesetzt, um die olfaktorische Komponente historischer Speisen neu zu interpretieren und für den modernen Gaumen zugänglich zu machen.
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Quellen
Yeni Şafak
Anadolu Ajansı
Haber365
Yeni Şafak
Hürriyet
Milliyet
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