MIND-Diät korreliert mit verlangsamter struktureller Hirnveränderung im Alter

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Eine aktuelle Analyse belegt einen signifikanten Zusammenhang zwischen einer erhöhten Befolgung der MIND-Diät und einer Verlangsamung struktureller Veränderungen im Gehirn. Teilnehmer, die sich eng an dieses Ernährungsmuster hielten, wiesen eine geringere Abnahme der grauen Substanz auf, was einer Verzögerung des Gehirnalterungsprozesses um rechnerisch 2,5 Jahre entspricht.

Diese Beobachtungsstudien, die häufig auf Daten aus Forschungsprojekten wie dem Rush Memory and Aging Project (MAP) basieren, untermauern die Hypothese, dass Ernährungsstrategien modifizierbare Risikofaktoren für kognitiven Abbau darstellen. Die engere Einhaltung der MIND-Diät korrelierte zudem mit einer langsameren Ausdehnung des gesamten Ventrikelvolumens, was eine zusätzliche zeitliche Verschiebung des Gehirnalters um ein Jahr impliziert.

Die MIND-Diät, deren Akronym für „Mediterranean-DASH Diet Intervention for Neurodegenerative Delay“ steht, wurde 2015 von Dr. Martha Clare Morris und ihrem Team an der Rush University entwickelt. Sie stellt eine Synthese aus der mediterranen Diät und dem DASH-Ernährungsplan dar, wobei gezielt Komponenten mit dem stärksten neuroprotektiven Potenzial ausgewählt wurden. Das Ernährungskonzept priorisiert pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Beeren, Olivenöl und magere Proteine, während der Konsum von frittierten Speisen und Süßigkeiten limitiert wird.

Die Inhaltsstoffe der Diät, reich an Antioxidantien wie Vitamin E, Flavonoiden und Carotinoiden, sollen neuronalen Schaden mindern, indem sie oxidativen Stress und Entzündungen im Gehirn reduzieren. Die MIND-Diät umfasst zehn als „hirngesund“ klassifizierte Lebensmittelgruppen, darunter grünes Blattgemüse, Nüsse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte, und schränkt den Verzehr von fünf Gruppen ein, wie rotes Fleisch, Butter, Käse sowie Gebäck und frittierte Speisen.

Studien deuten darauf hin, dass eine hohe Befolgung der Diät das Risiko für Alzheimer um bis zu 53 Prozent senken könnte, wobei selbst eine moderate Einhaltung eine Reduktion von 35 Prozent zeigte. Die Forscher betonen, dass die beobachteten Vorteile in Beobachtungsstudien zwar substanziell sind, jedoch randomisierte, kontrollierte Interventionsstudien zur endgültigen Verifizierung des kausalen Effekts erforderlich sind. Die Reduktion von Entzündungen und die Förderung der vaskulären Gesundheit gelten als zusätzliche Vorteile, die sich aus der Ähnlichkeit zu den DASH-Prinzipien ergeben.

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Quellen

  • www.topontiki.gr

  • News-Medical.Net

  • The Resident

  • KRDO

  • Framingham Today

  • Science Media Centre

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