Mikroalgenöl etabliert sich als nachhaltige Alternative zu Fischöl für Omega-3-Fettsäuren

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Das Öl aus Mikroalgen gewinnt als primäre pflanzliche Quelle für die essenziellen Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) an Bedeutung und verdrängt damit das traditionelle Fischöl in Nahrungsergänzungsmitteln. Dieser Wandel wird durch ein gesteigertes Gesundheitsbewusstsein der Konsumenten sowie durch die Notwendigkeit des Meeresschutzes vorangetrieben. Die Produktion des Algenöls erfolgt in geschlossenen Bioreaktoren, was ein reines Endprodukt garantiert, das frei von maritimen Schadstoffen wie Schwermetallen ist und somit eine sicherere Option für eine breite Verbrauchergruppe darstellt.

Die globalen Marktanalysen belegen die Dynamik dieses Sektors: Der Gesamtmarkt für Omega-3-Produkte wurde im Jahr 2023 auf 48,54 Milliarden USD geschätzt und soll bis 2032 voraussichtlich 94,71 Milliarden USD erreichen. Die wachsende Besorgnis über die Nachhaltigkeit traditioneller mariner Quellen befeuert das Wachstum alternativer Segmente wie Algenöl. Die Herstellung in kontrollierten Zuchtanlagen minimiert das Risiko von Kontaminationen, die bei größeren Fischen, welche sich von Algen ernähren, auftreten können.

Während Fischöl seit Jahrzehnten als etablierte Quelle für EPA und DHA gilt, bietet Algenöl den Vorteil eines von Natur aus optimalen Omega-3 zu Omega-6-Verhältnisses von 21:1. Dies steht im Gegensatz zu Zuchtfischen, deren Futter oft reich an Omega-6-Komponenten ist. Darüber hinaus liefert Algenöl zusätzliche gesundheitliche Vorteile durch das Vorhandensein von Carotinoiden und starken Antioxidantien wie Fucoxanthin und Beta-Carotin, welche in Fischöl fehlen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat bestätigt, dass Algenöle keine Quecksilberbelastung aufweisen und somit auch für Säuglingsnahrung geeignet sind. Dieser Aspekt ist für Schwangere und Kleinkinder relevant, die täglich etwa 200 Milligramm DHA benötigen. Technologische Fortschritte und die Skalierung der Produktionsprozesse führen zu einer Reduzierung der Herstellungskosten, was die Akzeptanz dieser nachhaltigen Alternative beschleunigt.

Der Marktanteil für Omega-3-Inhaltsstoffe aus Algen wurde im Jahr 2023 auf 0,97 Milliarden USD taxiert und wird bis 2032 voraussichtlich auf 2,96 Milliarden USD anwachsen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 13,20 % entspricht. Das Segment der Nahrungsergänzungsmittel, das auf Omega-3 aus Algen basiert, verzeichnet mit einer prognostizierten CAGR von 10,54 % die höchste Wachstumsrate, da diese Produkte gezielt zur Förderung der Gehirn-, Herz- und Entzündungsgesundheit entwickelt werden. Die Integration dieses Öls in den allgemeinen Lebensmittelmarkt, etwa in pflanzliche Getränke, wird durch Produktionstechniken wie Mikroverkapselung und Emulgierung unterstützt, welche Stabilität und Geschmack verbessern.

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Quellen

  • Ad Hoc News

  • Straits Research

  • dsm-firmenich Health, Nutrition & Care

  • VitaMoment

  • FormMed

  • Global Market Insights Inc.

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