Präsident Trump ordnet Neubewertung von Marihuana von Schedule I auf Schedule III an
Bearbeitet von: gaya ❤️ one
Am Donnerstag, dem 18. Dezember 2025, unterzeichnete Präsident Donald Trump eine weitreichende Exekutivanordnung, die die bundesweite Neubewertung der Klassifizierung von Marihuana von der Stufe I auf Stufe III des Controlled Substances Act (CSA) initiiert. Diese Maßnahme markiert eine signifikante Verschiebung der bundesstaatlichen Drogenpolitik und impliziert eine Anerkennung des medizinischen Werts der Substanz, wodurch sie der in zahlreichen Bundesstaaten bereits bestehenden medizinischen Akzeptanz näherkommt.
Präsident Trump bezeichnete den Schritt als „gesunden Menschenverstand“ und beauftragte Generalstaatsanwältin Pam Bondi, den Prozess der Umklassifizierung unverzüglich abzuschließen. Diese regulatorische Initiative setzt einen Prozess fort, der bereits im Oktober 2022 unter der Biden-Administration begann, nachdem das US-Gesundheitsministerium (HHS) im August 2023 eine Herabstufung auf Schedule III empfohlen hatte. Die bisherige Einstufung als Schedule I-Substanz seit 1970 bedeutete nach Definition der Drug Enforcement Administration (DEA) ein „hohes Missbrauchspotenzial ohne derzeit anerkannten medizinischen Nutzen“, eine Kategorie, die Marihuana mit Heroin und LSD teilte.
Die neue Einstufung auf Schedule III impliziert hingegen ein „moderates bis geringes Potenzial für physische und psychische Abhängigkeit“ und stellt Cannabis damit auf eine Stufe mit Medikamenten wie Ketamin und Testosteron. Diese Anerkennung des medizinischen Nutzens auf Bundesebene könnte die Stigmatisierung von Patienten reduzieren und die Bereitschaft des medizinischen Fachpersonals erhöhen, Cannabis bei Leiden wie neurologischen Problemen oder aggressiven Krebserkrankungen zu empfehlen.
Für die staatlich regulierte Cannabisindustrie, die sich über 40 Bundesstaaten erstreckt und einen Marktwert von 32 Milliarden US-Dollar aufweist, sind die wirtschaftlichen Auswirkungen erheblich. Ein unmittelbarer Vorteil ist die potenzielle Aufhebung des Abschnitts 280E des Internal Revenue Code (IRS), der Unternehmen, die mit Schedule I-Substanzen handeln, den Abzug regulärer Betriebsausgaben wie Miete und Lohnkosten verwehrt. Die Beseitigung dieser Steuerlast könnte Unternehmen, deren Führungskräfte wie Trulieve-CEO Kim Rivers die Entscheidung unterstützten, profitabler machen und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem nicht lizenzierten Markt stärken.
Trotz der Änderung bleibt Marihuana auf Bundesebene weiterhin illegal, und die Verfügung legalisiert weder den Freizeitkonsum noch die Notierung von Cannabisunternehmen an US-Börsen wie der NYSE oder NASDAQ. Die Anordnung enthält zudem einen Vorschlag zur Förderung der Forschung und des Patientenzugangs, insbesondere für Senioren. Sie zielt darauf ab, den Zugang zu regulierten CBD-Produkten zu erweitern und einen Mechanismus zur Kostenerstattung für Medicare-Empfänger einzuführen, wobei Senioren ab dem 1. April 2026 bis zu 500 US-Dollar jährlich für qualifizierende Produkte erstattet werden könnten.
Die Übernahme der Verantwortung für diesen Prozess durch Generalstaatsanwältin Pam Bondi, die in ihrer früheren Rolle in Florida eine strikte Haltung zu Drogendelikten vertrat, wird von Beobachtern als wichtiger Test für die zukünftige Haltung des Justizministeriums zu Cannabisreformen gewertet. Die Entscheidung, die für Dezember 2024 angesetzten Anhörungen zur Neuordnung abzusagen, ebnete den Weg für diesen direkten Exekutivbefehl. Befürworter wie Paul Armentano von NORML sehen darin eine Validierung der Erfahrungen von Millionen Amerikanern, betonen jedoch, dass eine vollständige Entkriminalisierung und Legalisierung durch den Kongress erforderlich sei, um die Politik vollständig ins 21. Jahrhundert zu überführen.
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Quellen
CityNews Halifax
Forbes
CBS News
Marijuana Moment
NORML
The Washington Post
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