Die Wintersonnenwende markiert den offiziellen Wandel der Jahreszeit, den Beginn des Winters.
Astronomischer Winter beginnt: Erdneigung diktiert jahreszeitliche Extreme
Bearbeitet von: Tetiana Martynovska 17
Für die Nordhemisphäre steht der Beginn des astronomischen Winters unmittelbar bevor. Am Sonntag, dem 21. Dezember 2025, wird dieser Zeitpunkt erreicht, wenn die Sonne ihren tiefsten Stand über dem Horizont für das gesamte Jahr einnimmt – das Phänomen der Wintersonnenwende. Dieses himmlische Ereignis markiert nicht nur den kürzesten Tag und die längste Nacht in den nördlichen Breiten, sondern leitet gleichzeitig den astronomischen Sommer auf der Südhalbkugel ein. Diese spezifische Konstellation ist eine direkte Folge der Erdrotation, deren Achse um etwa 23,5 Grad gegenüber der Bahnebene geneigt ist. Zum Zeitpunkt der Sonnenwende ist diese Neigung maximal von der Sonne abgewandt.
Sonntag, der 21. Dezember ist die Wintersonnenwende und markiert den Beginn des astronomischen Winters
Während dieser Sonnenwende erreicht der Lauf der Sonne auf der Ekliptik ihren südlichsten Punkt. Dadurch projiziert sich der subsolare Punkt exakt über den Wendekreis des Steinbocks, welcher sich auf ungefähr 23,5 Grad südlicher Breite befindet. Obwohl die Sonnenwende den offiziellen Startpunkt des Winters markiert, treten die kältesten Durchschnittstemperaturen typischerweise mit einer Verzögerung auf, meistens erst im Januar und Februar. Diese zeitliche Verschiebung resultiert aus der thermischen Trägheit der Erde und ihrer Ozeane. Diese benötigen eine beträchtliche Zeitspanne, um vollständig abzukühlen, selbst wenn die Sonneneinstrahlung nach der Wende langsam wieder zunimmt.
Meteorologische Dienste erwarten für die Region eine aktive Wetterperiode. Die Prognosen sehen vor, dass im Laufe des Dezembers 2025 mindestens sieben verschiedene Kaltfronten das Gebiet treffen werden. Dies platziert den Monat in eine Reihe mit Januar und März 2026 als besonders frontenreiche Zeiträume. Im Gegensatz dazu deuten breitere Wettermuster über Europa auf eine spürbare Abkühlung hin, die sich der Weihnachtszeit 2025 nähert und einen Kontrast zu den jüngst erlebten milden Temperaturen bildet. Wetterbeobachter registrieren eine mögliche Verschiebung hin zu einer östlichen Strömung. Diese könnte kältere kontinentale Luftmassen herantransportieren und somit die Wahrscheinlichkeit von Schneefall in Höhenlagen zwischen 400 und 700 Metern erhöhen. Allerdings bleibt die Sicherheit dieser spezifischen Wetterlage bis nahe zum 22. Dezember noch gering.
Blickt man auf die längerfristigen Aussichten des Climate Prediction Center der NOAA für die gesamte Winterperiode von Dezember 2025 bis Februar 2026 in den Vereinigten Staaten, so wird ein schwaches La-Niña-Muster als prägend angesehen. Dieses Phänomen, das durch unterdurchschnittliche Meeresoberflächentemperaturen im zentralen und östlichen äquatorialen Pazifik gekennzeichnet ist, soll sich voraussichtlich bis Januar-März 2026 in eine ENSO-neutrale Phase umwandeln, wofür eine Wahrscheinlichkeit von 61 Prozent angesetzt wird. Währenddessen signalisieren einige europäische Wettermodelle eine anhaltende, starke zonale Strömung, angetrieben durch den Atlantik. Diese könnte in Mitteleuropa durchgehend milde und feuchte Bedingungen im Dezember aufrechterhalten. Dies könnte in Tieflagen wie Berlin, Prag und Warschau aufgrund einer positiven Phase der Nordatlantischen Oszillation zu überdurchschnittlichen Temperaturen führen.
Für die Himmelsbeobachter gibt es ebenfalls ein Highlight: Die Geminiden, eine der aktivsten Meteorströme, werden um diese Zeit ihren Höhepunkt erreichen. Unter dunklen Himmelsbedingungen besteht die Chance, etwa 10 Meteore pro Stunde zu beobachten. Dies bietet eine willkommene Ablenkung von den winterlichen Wetterkapriolen.
Quellen
Westdeutscher Rundfunk
Diario de Morelos
Trn.mk
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