F-16-Kämpfer der US-Luftwaffe SURF31 und SURF32 starteten früh am Morgen (Pazifikzeit) von der March Air Force Base in Kalifornien in die Luft, um ein unbekanntes Objekt zu erkennen und abzufangen.
US-Luftwaffe fängt zweimal unidentifizierte Ballons über Nordkalifornien mit F-16-Abfangjägern ab
Bearbeitet von: Uliana S.
Am Sonntag, den 15. Februar 2026, leitete die Luftwaffe der Vereinigten Staaten zwei separate Operationen zur Abfangung unidentifizierter Objekte ein, die in den kontrollierten Luftraum über Nordkalifornien eingedrungen waren. Das Nordamerikanische Luft- und Weltraumverteidigungskommando (NORAD) bestätigte im Nachgang, dass es sich bei beiden Vorfällen um unidentifizierte Luftballons (UIBs) handelte, deren Merkmale als konsistent mit gewöhnlichen Wetterballons eingestuft wurden. Diese Vorkommnisse rückten die nationale Debatte über unidentifizierte anomale Phänomene (UAP) erneut in das Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit und demonstrierten die Effektivität der militärischen Protokolle zur schnellen Reaktion auf Luftraumanomalien.
Beschreibung des Objekts durch den Piloten während des zweiten Abfangs durch eine der F-16, aufgezeichnet mit LiveATC.
Die erste Mission zur Identifizierung begann gegen 6:30 Uhr pazifischer Zeit, als F-16-Kampfjets mit den Rufzeichen SURF31 und SURF32 von der March Air Reserve Base aufstiegen. Die Piloten erhielten den Auftrag, ein Objekt zu untersuchen, das im Luftraum nahe Reno, Nevada, geortet worden war. Noch vor dem Eintreffen der Abfangjäger meldete die Besatzung eines zivilen Frachtflugzeugs der UPS (Flug UPS 32) eine visuelle Sichtung über dem Gebiet von Sacramento und beschrieb das Objekt als abwechselnd leuchtend und verblassend. Dieser erste Einsatz zur Lagebewertung erstreckte sich über einen Zeitraum von etwa 2,5 Stunden, was die hohe operative Bereitschaft von NORAD unterstreicht, auf unidentifizierte Ziele im nationalen Luftraum unmittelbar zu reagieren.
Während die F-16-Maschinen ihren Rückflug antraten, wurden sie zusammen mit einem unterstützenden Tankflugzeug vom Typ KC-135 Stratotanker gegen 10:45 Uhr zur Untersuchung eines zweiten unidentifizierten Ziels umgeleitet. Im Verlauf dieses zweiten Abfangmanövers berichtete ein Pilot einer der F-16-Maschinen der zuständigen Flugsicherung, dass das Objekt einem Ballon mit einer herabhängenden Leine gleiche. Er hob die halbreflektierende Oberfläche des Objekts hervor, stellte jedoch fest, dass keine sichtbaren Solarpaneele oder eine erkennbare Nutzlast vorhanden waren. Solche koordinierten Einsätze, die sowohl Kampfjets als auch Tanker einbeziehen, sind ein wesentlicher Bestandteil des mehrschichtigen Warn- und Kontrollsystems von NORAD zur Sicherung der Lufthoheit.
Bis zum Sonntagabend klassifizierte NORAD beide Objekte offiziell als unidentifizierte Luftballons (UIBs). In der entsprechenden Mitteilung hieß es, dass von den Objekten keine militärische Bedrohung ausgehe, sie kein Risiko für die zivile Luftfahrt darstellten und über keinerlei eigene Manövrierfähigkeit verfügten. Diese Einschätzung korreliert mit umfassenderen Datensätzen der zuständigen Behörden: Laut den jüngsten Berichten des AARO vom 15. Januar 2026 machten Ballons 52,1 % aller identifizierten UAP-Meldungen aus. Damit stellen sie die am häufigsten verifizierte Quelle für Luftanomalien dar und liegen statistisch noch vor Satelliten-Sichtungen.
Die Ereignisse fanden vor dem Hintergrund verstärkter Forderungen aus dem US-Kongress statt, wobei insbesondere die Abgeordnete Anna Paulina Luna mehr Transparenz und einen besseren Zugang zu Pentagon-Informationen bezüglich UAPs fordert. Dieser Kontext verdeutlicht das Spannungsfeld zwischen den notwendigen Geheimhaltungsprotokollen der nationalen Sicherheit und dem öffentlichen Interesse, das durch schnelle militärische Interventionen geweckt wird – besonders dann, wenn sich die spätere Erklärung als routinemäßig erweist. Die Abfangoperation mit den F-16-Einheiten SURF31 und SURF32 sowie dem KC-135 Stratotanker illustriert die Standardverfahren von NORAD zur visuellen Identifizierung unbefugter Objekte in einem Luftraum, in dem anfängliche Ungewissheit oft zu öffentlichen Spekulationen führt, bevor eine offizielle Bestätigung vorliegt.
Quellen
International Business Times UK
The War Zone
IBTimes UK
Medium
