Erfolgreiche Rettung eines Walhais in der Saleh-Bucht unterstreicht Schutzbedarf
Bearbeitet von: Olga Samsonova
Die jüngst erfolgreiche Bergung eines gestrandeten Walhais nahe Pulau Satonda in West-Nusa Tenggara (NTB) bekräftigt die Notwendigkeit kontinuierlicher maritimer Schutzmaßnahmen in der Region. Am 16. Januar 2026 wurde ein Exemplar von etwa sieben Metern Länge lebend aufgefunden. Die Rettung des Tieres wurde durch das rasche Zusammenwirken der lokalen Bevölkerung und der Naturschutzbehörde NTB (BKSDA) ermöglicht. Die anschließende Umsiedlung des Tieres in tiefere Gewässer erfolgte am darauffolgenden Morgen, dem 17. Januar 2026.
Die Saleh-Bucht in NTB gilt als ein ökologisch unverzichtbarer Lebensraum. Frühere Sichtungen von Jungtieren mit einer Länge von 135 bis 145 Zentimetern deuten auf eine potenzielle Kinderstube hin. Dieses Ereignis beleuchtet die Doppelrolle der Bucht als kritische ökologische Zone und als aufstrebendes Zentrum für den marinen Tourismus. Die Regierung der Provinz NTB hat einen Vorschlag zur Ausweisung der Bucht als biota-basiertes Schutzgebiet auf einer Fläche von annähernd 1.459 Quadratkilometern vorgelegt. Die indonesische Regierung arbeitet zudem mit dem Institut Français und Konservasi Indonesia an der Etablierung eines Meeresschutzgebietes (MPA), um das Ökosystem zu bewahren und gleichzeitig eine nachhaltige Wirtschaft für die lokalen Gemeinschaften zu fördern.
Die Erhaltung dieses Rückzugsgebiets für Walhaie, das die zweitgrößte Konzentration nach der Cenderawasih-Bucht aufweist, ist ein zentrales Anliegen. Die Schutzstrategien zielen darauf ab, den wirtschaftlichen Nutzen des Walhai-Tourismus mit strengen ökologischen Schutzauflagen in Einklang zu bringen. Eine effektive Verwaltung erfordert eine strikte Zonierung, um Kernschutzgebiete von Zonen begrenzter Nutzung zu trennen. Dies dient der Minimierung von Bedrohungen wie Umweltverschmutzung und der Zunahme des Bootsverkehrs.
Die Walhaie in der Saleh-Bucht werden typischerweise von planktonreichen Gewässern und lokalen Fischereiaktivitäten angelockt. Die sogenannten „Bagans“, traditionelle Holzfischereiplattformen, spielen eine zentrale Rolle, da ihre Beleuchtung Kleinstlebewesen anzieht, die als Nahrung für die Riesen dienen. Diese Meeresgiganten, die bis zu 12 Meter lang werden und bis zu 30 Tonnen wiegen können, sind für den Menschen ungefährlich und filtern bis zu 6.000 Liter Meerwasser pro Stunde. Die touristische Erschließung der Bucht, oft als Höhepunkt eines Besuchs auf Sumbawa beworben, erfordert eine sorgfältige Organisation, um die Auswirkungen auf die Tierwelt zu reduzieren.
Die Walhaie sind auf der Roten Liste der International Union for Conservation of Nature als gefährdete Art gelistet. Die erfolgreiche Rettungsaktion vom Januar 2026 dient als Beispiel dafür, dass die Integration lokaler Kenntnisse und gemeinschaftliches Handeln der Schlüssel zur Sicherung der Zukunft dieser Fische und ihres empfindlichen Lebensraums ist, was eine Balance zwischen menschlicher Nutzung und strengem Schutz erfordert.
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Quellen
Antara News
Antara News Mataram
ANTARA News Mataram
ANTARA News Mataram
ANTARA News Megapolitan
detikcom
Pantau
ANTARA News
Pantau
detikcom
SUARANTB.com
ANTARA News
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