Kakapo-Brutzyklus durch Rimu-Mast ausgelöst: Neue Strategie für bedrohte Papageienart
Bearbeitet von: Olga Samsonova
Der Kākāpō-Papagei, eine in Neuseeland beheimatete und als stark gefährdet eingestufte Art, beginnt nach einer vierjährigen Pause seine erste Brutzeit, die voraussichtlich eine hohe Produktivität aufweisen wird. Diese seltene reproduktive Phase wird durch ein sogenanntes „Mega-Mast“-Fruchten des einheimischen Rimu-Baumes ausgelöst, dessen Fruchtzyklus die Paarungsbereitschaft der Vögel stimuliert. Kākāpō-Wissenschaftler Andrew Digby erklärte, dass ein Mast im Jahr vier eintritt, wenn das zweite Jahr kälter ist als das erste, da der Rimu andere Temperatursignale als Buchen verwendet.
Im Herbst 2025 zeigten 47 Prozent der Astspitzen Frucht, was auf eine rekordverdächtige Brutsaison hindeutet, wobei fast jedes Nest zwei oder sogar drei Küken aufweist, ein noch nie dagewesenes Phänomen. Die aktuelle Population des Kākāpō beläuft sich mit Stand Januar 2026 auf 236 Individuen, wovon 83 Weibchen im brütfähigen Alter sind. Die Kākāpō, die bis zu 100 Jahre alt werden können, brüten typischerweise erst im Teenageralter oder frühen Zwanzigern, und das nur, wenn die Rimu-Bäume massiv fruchten, was alle zwei bis vier Jahre geschieht.
Das Kākāpō Recovery Programme, welches 1995 ins Leben gerufen wurde, hat diese Zahlen erfolgreich von einem Tiefststand von 51 Vögeln – bestehend aus 31 Männchen und 20 Weibchen – gesteigert, wobei bis 2022 eine Höchstzahl von 252 erreicht wurde. Die Schutzbemühungen, die von der neuseeländischen Department of Conservation (DOC) in Partnerschaft mit Te Rūnanga o Ngāi Tahu durchgeführt werden, zielen darauf ab, die Population auf mindestens zwei verwaltete und eine sich selbst erhaltende Population mit jeweils mindestens 50 brütenden Weibchen in geschütztem Lebensraum zu etablieren. Bei Erfolg dieser Saison könnten über 50 Küken das Ergebnis sein, was die Hoffnungen auf eine Wiederansiedlung auf dem neuseeländischen Festland, wie beispielsweise am Sanctuary Mountain Maungatautari im Jahr 2023, weiter stärkt.
Eine wesentliche Anpassung in der Managementstrategie beinhaltet die Reduzierung der direkten menschlichen Interaktion, um eine natürlichere Brutabwicklung zu fördern. Diese Neuausrichtung ist darauf ausgerichtet, die Abhängigkeit der Spezies von intensiver menschlicher Aufzucht zu minimieren, da eine zu starke menschliche Prägung dazu geführt hat, dass einige Vögel eine Prägung auf Menschen entwickelt haben. Die intensive Betreuung umfasste in der Vergangenheit auch die Handaufzucht von Küken, die von der Mutter nicht ausreichend versorgt werden konnten, wobei Eier künstlich bebrütet wurden. Die intensive Überwachung erfolgt durch intelligente Sender, die an jedem Kākāpō angebracht sind und Verhaltensdaten liefern, wobei die Vögel jährlich gewogen und auf Parasiten untersucht werden.
Die heutigen Brutpopulationen sind auf drei abgelegene, räuberfreie Inseln im tiefen Süden Neuseelands beschränkt: Whenua Hou/Codfish Island, Pukenui/Anchor Island und Te Kāhaku/Chalky Island. Die Bedrohung durch Säugetiere wie Katzen, Ratten, Frettchen und Wiesel führte einst zu einem dramatischen Rückgang, der 1994 mit nur noch 47 Vögeln seinen Tiefpunkt erreichte. Die Partnerschaft mit Meridian Energy, die seit 2016 besteht, unterstützt das Kākāpō Recovery Programme, um die Vitalität dieser Taonga-Spezies zu sichern. Diese neue Phase der Zuchtstrategie markiert einen bedeutenden evolutionären Wendepunkt, weg von der vollständigen Abhängigkeit von menschlicher Intervention hin zu einer stärkeren Nutzung natürlicher ökologischer Auslöser.
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Quellen
Bisnis.com
Inside The Star-Studded World
Kākāpō breeding season officially underway : Media release 6 January 2026
Rare nocturnal parrots in New Zealand are breeding for the first time in 4 years — here's why | Live Science
Kākāpō breeding season 2026 - Conservation blog
Berry nice to meet you: bumper fruit crop could lead to huge mating season for NZ's endangered kākāpō | New Zealand | The Guardian
Sirocco (parrot) - Wikipedia
Maine.gov
The Guardian
GearJunkie
Navy officials meet with Warner Springs community to address PFAS in water
Newsroom | Winyah Rivers Alliance
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