Indonesiens Forstpolitik: Fokus auf angestammte Wälder und Elefantenschutz nach Londoner Gesprächen

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Indonesien hat seine Verpflichtung zum globalen Schutz der Biodiversität während eines Treffens mit der Royal Foundation in London bekräftigt. Der Schwerpunkt liegt auf drei zentralen Säulen: der Stärkung angestammter Wälder, dem Schutz der Wildtiere und der konsequenten Bekämpfung der Wildtierkriminalität. Diese strategische Neuausrichtung unterstreicht die wachsende Bedeutung ökologischer Nachhaltigkeit in der nationalen Agenda des Archipels.

Forstminister Raja Juli Antoni hob hervor, dass die Anerkennung angestammter Wälder ein Kernelement der nationalen Erhaltungsstrategie darstellt, da sie lokale Gemeinschaften direkt als Hüter der Ökosysteme stärkt. Minister Raja Juli Antoni bekräftigte diese Ausrichtung bei einem hochrangigen Runden Tisch im Rahmen des United for Wildlife Global Summit in Rio de Janeiro am 4. November 2025. Die Regierung Indonesiens verfolgt das Ziel, zwischen 2025 und 2029 eine Fläche von 1,4 Millionen Hektar angestammter Wälder offiziell auszuweisen. Obwohl im Jahr 2025 Fortschritte bei der rechtlichen Etablierung erzielt wurden, weisen Kritiker auf eine Diskrepanz zwischen Rhetorik und Praxis hin, insbesondere in Regionen wie Papua, wo im ersten Jahr der aktuellen Regierung lediglich 70.688 Hektar anerkannt wurden. Diese angestrebte Flächenausweitung ist Teil eines umfassenderen Plans, der auch die Digitalisierung von Forstdiensten und die Stärkung der sozialen Forstwirtschaft umfasst, welche bereits 8,3 Millionen Hektar an lokale Gemeinschaften übergeben hat.

Ein weiterer kritischer Schwerpunkt liegt auf der Minderung der Konflikte zwischen Mensch und Tier, insbesondere im Hinblick auf die Population der Sumatra-Elefanten. Die Population der Sumatra-Elefanten in freier Wildbahn wird mit Stand von 2024 auf rund 1000 Tiere geschätzt, wovon etwa 180 Exemplare im Way Kambas Nationalpark leben. Der Fahrplan zur Eindämmung dieser Mensch-Elefant-Konflikte sieht vor, dass bis zum Jahr 2030 eine Erfolgsquote von 75 Prozent bei der effektiven Bewältigung dieser Auseinandersetzungen erreicht wird, was gleichzeitig eine Reduzierung der damit verbundenen Risiken um den gleichen Prozentsatz bedeuten soll. Solche Initiativen, wie das Peusangan Elephant Conservation Initiative (PECI) Frühstücksgespräch mit König Charles III, an dem Präsident Prabowo Subianto teilnahm, verdeutlichen die internationale Dimension dieser Bemühungen. Die Reduzierung von Konflikten erfolgt durch Patrouillen und Bildungsarbeit, um ein friedliches Zusammenleben zu fördern.

Zur Bekämpfung der Wildtierkriminalität intensiviert Indonesien die Überwachungsmaßnahmen durch verstärkte Patrouillen in Schlüsselhabitaten sowie durch eine erhöhte Kontrolle an Häfen und Flughäfen. Darüber hinaus werden illegal gehandelte Tiere in ihre natürlichen Lebensräume zurückgeführt, um die grenzüberschreitende Wilderei einzudämmen. Ein wichtiger Schritt in diesem Kampf war die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding (MoU) mit der Indonesischen E-Commerce-Vereinigung, um den Online-Handel mit geschützten Arten zu unterbinden. Obwohl ein MoU konzeptionell keine rechtlich bindende Verpflichtung darstellen soll, können solche Vereinbarungen in der indonesischen Geschäftspraxis dennoch rechtliche Bindung erlangen, weshalb die Einbeziehung von Rechtsexperten bei der Ausarbeitung empfohlen wird. Diese Maßnahmen ergänzen frühere Erfolge, wie die deutliche Senkung der Entwaldungsrate auf Sumatra, die zwischen 1985 und 2007 noch bei fast 50 Prozent der Waldfläche lag.

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Quellen

  • ANTARA News - The Indonesian News Agency

  • Antara News Mataram

  • Mureks

  • Mureks

  • Pantau

  • UNREDD Programme

  • Metropolitan Jawapos

  • Mureks

  • Mureks

  • ANTARA News

  • Metropolitan Jawapos

  • TVRI News

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