IRS plant digitale Pflicht für Krypto-Steuerformulare: Neue Regelungen für die Form 1099-DA
Bearbeitet von: Yuliya Shumai
Die US-Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) hat am 5. März 2026 einen Entwurf für neue Verwaltungsvorschriften vorgelegt, der die Art und Weise, wie Steuerdokumente für digitale Vermögenswerte bereitgestellt werden, maßgeblich verändern könnte. Diese vorgeschlagenen Regelungen bieten Brokern für digitale Assets, einschließlich Kryptowährungsbörsen, ein alternatives und optionales Verfahren an, um die Zustimmung ihrer Kunden für eine ausschließlich elektronische Zustellung des Formulars 1099-DA einzuholen. Dieses Formular, bekannt als „Informationen über Erlöse aus Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten durch Broker“, ist zentral für die künftige Steuerberichterstattung. Im Gegensatz zu den aktuellen Standards, die auf den Regeln für das Formular W-2 gemäß IRC § 6051 basieren, erlaubt der neue Ansatz den Brokern, den digitalen Erhalt des Formulars zur zwingenden Bedingung für ihre Dienstleistungen zu machen. Dies könnte den Anbietern das Recht einräumen, die Geschäftsbeziehung zu Kunden zu beenden, die auf einer papierhaften Zustellung bestehen. Die Frist für öffentliche Kommentare zu diesen Vorschlägen läuft bis zum 5. Mai 2026.
Die Hauptmotivation des IRS liegt in der praktischen Notwendigkeit begründet, die durch das enorme Transaktionsvolumen im Bereich der digitalen Vermögenswerte entsteht. Der Druck und der postalische Versand von physischen Formularen wird zunehmend als unpraktikabel angesehen, da Schätzungen zufolge einige 1099-DA-Formulare hunderte oder sogar tausende von Seiten umfassen könnten. Dies würde eine unverhältnismäßige administrative und finanzielle Belastung für die Broker darstellen. Im Rahmen dieses neuen Prozesses wären Broker nicht mehr verpflichtet, eine Papieralternative für Kunden bereitzustellen, die keine explizite Zustimmung gegeben haben. Ebenso müssten sie keinen Widerruf einer bereits erteilten Zustimmung akzeptieren, solange das Kundenverhältnis fortbesteht. Sollten diese Regeln finalisiert werden, fände die Anwendung erstmals auf Formulare Anwendung, die ab dem 1. Januar des auf die endgültige Genehmigung folgenden Kalenderjahres ausgestellt werden, was einen voraussichtlichen Beginn mit der Steuersaison 2027 bedeutet.
Um den sicheren Erhalt der Dokumente durch die Kunden zu gewährleisten, sieht der Entwurf verstärkte Anforderungen an die elektronische Benachrichtigung vor. Ein Broker muss den Kunden per E-Mail über die Bereitstellung des Formulars 1099-DA informieren, wobei im Betreff zwingend die Phrase „WICHTIGES STEUERDOKUMENT VERFÜGBAR“ in Großbuchstaben verwendet werden muss. Das Dokument muss auf der Plattform des Brokers bis zum 15. Oktober des darauffolgenden Jahres zugänglich bleiben. Sollte eine elektronische Zustellung der Benachrichtigung scheitern, ist der Broker verpflichtet, innerhalb von 30 Tagen eine physische Mitteilung auf dem Postweg zu versenden. Dabei können qualifizierte elektronische Übermittlungsmethoden wie gesicherte Websites, mobile Applikationen oder der direkte E-Mail-Versand genutzt werden.
Zusätzlich zu dieser regulatorischen Neuerung hat der IRS die Bekanntmachung 2026-4 veröffentlicht, um Meinungen der Öffentlichkeit dazu einzuholen, ob ähnliche vereinfachte Regeln für die elektronische Zustimmung auch auf die traditionellen 1099-B-Formulare für Wertpapiergeschäfte ausgeweitet werden sollten. Dies deutet auf eine umfassende Digitalisierung der gesamten Broker-Berichterstattung hin. Gleichzeitig wird die Berichtspflicht für das Formular 1099-DA stufenweise verschärft: Für das Jahr 2025 müssen Broker lediglich die Bruttoerlöse melden, während ab dem 1. Januar 2026 zusätzlich die Berichterstattung über die Kostenbasis für gedeckte Vermögenswerte eingeführt wird, sofern diese beim selben Broker erworben und verwahrt wurden. Der Gemeinsame Steuerausschuss prognostiziert, dass diese verschärften Meldepflichten für digitale Vermögenswerte über einen Zeitraum von zehn Jahren etwa 28 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Steuereinnahmen generieren werden. Dies ist Teil einer Strategie gegen Steuerhinterziehung, da interne Studien des IRS zeigen, dass bis zu 75 % der Steuerzahler mit Krypto-Assets ihre Verpflichtungen derzeit nicht erfüllen. Mit diesem Schritt strebt der IRS eine standardisierte Infrastruktur für die automatisierte Einhaltung der Steuergesetze an.
6 Ansichten
Quellen
CryptoSlate
Internal Revenue Service
CryptoSlate
Journal of Accountancy
Phemex News
Forbes Advisor
Weitere Nachrichten zu diesem Thema lesen:
Haben Sie einen Fehler oder eine Ungenauigkeit festgestellt?Wir werden Ihre Kommentare so schnell wie möglich berücksichtigen.



