Gilbert Stuarts Washington-Porträt, Vorlage für die Ein-Dollar-Note, für 2,88 Millionen Dollar versteigert

Bearbeitet von: alya myart

George Washington Porträt von Gilbert Stuart

Ein Porträt von George Washington im Athenaeum-Stil, das weithin als die inspirierende Vorlage für das Bildnis auf der US-amerikanischen Ein-Dollar-Note gilt, hat bei einer Auktion von Christie's in New York einen finalen Verkaufspreis von 2.881.000 US-Dollar erzielt. Die Transaktion fand im Rahmen der spezialisierten Versteigerung unter dem Titel „We the People: America at 250“ statt. Dieser Verkauf markiert einen bedeutenden Moment für den Markt frühamerikanischer Artefakte, da ein Werk von solch historischer Tragweite nur selten öffentlich zugänglich wird.

Ein Dollar mit dem Porträt von George Washington

Das vom renommierten Künstler Gilbert Stuart geschaffene Gemälde übertraf seine ursprüngliche Schätzung von einer Million Dollar bei weitem, was das enorme Interesse von Sammlern an den Gründungsikonen der Vereinigten Staaten unterstreicht. Das Porträt weist eine direkte historische Verbindung zur frühen Regierungszeit der Nation auf, da es im Jahr 1804 von Präsident James Madison in Auftrag gegeben wurde. Verkäufer war die Clarkson University, die sich dazu entschloss, das Werk zu veräußern, um Kapital für ihre bildungspolitischen Kernziele zu generieren. Dieser Schritt folgt einem Trend, bei dem Universitäten kulturelle Vermögenswerte monetarisieren, um dringende programmatische Anforderungen zu finanzieren.

Gilbert Stuart ist besonders für seine Serie von Washington-Porträts bekannt, wobei die Athenaeum-Version zu den am häufigsten reproduzierten Darstellungen des ersten US-Präsidenten zählt. Das bei Christie's versteigerte Exemplar ist eines von mehreren, die Stuart anfertigte. Sein hoher Wert resultiert nicht nur aus dem künstlerischen Rang, sondern auch aus seinem Status als direkter visueller Vorläufer des Bildes auf der US-Währung. Die Auktion wurde zeitlich so geplant, dass sie mit den Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der Nation zusammenfiel, was Bieter anzog, die an greifbaren Stücken aus der Revolutionszeit und der frühen Bundesperiode interessiert waren.

Mit dem Ergebnis von 2,881 Millionen Dollar positioniert sich dieses spezifische Stuart-Porträt unter den wertvollsten Stücken amerikanischer Porträtkunst, die in den letzten Jahren auf den Markt kamen. Dies verdeutlicht den hohen Stellenwert, den Werke mit Bezug zu den Gründervätern genießen. Die erzielten Mittel werden von der Clarkson University in Potsdam, New York, zweckgebunden eingesetzt. Sie sollen Stipendien, die Forschung der Fakultäten sowie die Modernisierung von Einrichtungen unterstützen. Damit wird ein historisches Erbe in zukünftige Bildungschancen transformiert, wobei ein besonderer Fokus auf dem MINT-orientierten Lehrplan der Universität liegt.

Eine genauere Betrachtung von Stuarts Schaffen zeigt, dass er mindestens sechs lebensgroße Porträts von Washington sowie zahlreiche weitere Studien anfertigte. Das Athenaeum-Porträt im Speziellen wurde dem ursprünglichen Auftraggeber nie übergeben; es blieb bis zu Stuarts Tod in seinem Besitz. Dieser Umstand verleiht dem von der Universität verkauften Stück eine zusätzliche Ebene historischer Faszination. Diese Provenienz, gepaart mit der Rolle des Bildes als Modell für die nationale Währung, hebt seine Bedeutung weit über die eines gewöhnlichen historischen Gemäldes hinaus.

Der Erfolg dieser Versteigerung bei Christie's verdeutlicht zudem das anhaltende Prestige der frühen amerikanischen Kunstgeschichte auf dem globalen Parkett. Experten werten den Verkaufspreis als Zeichen für die Beständigkeit von Werten, die eng mit der nationalen Identität der USA verknüpft sind. Für die Clarkson University bedeutet dieser finanzielle Erfolg eine langfristige Sicherung ihrer akademischen Exzellenz und eine Stärkung ihrer Position als führende technische Hochschule in der Region Potsdam, indem sie kulturelles Kapital direkt in wissenschaftlichen Fortschritt investiert.

3 Ansichten

Quellen

  • syracuse

  • Artsy

  • Smithsonian Magazine

  • The Washington Times

  • NPR

  • YouTube

  • Christie's

  • Antique Trader

  • Christie's

  • Art History News

  • Christie's

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