Südafrika und China unterzeichnen Rahmenabkommen zur Wirtschaftspartnerschaft in Peking

Bearbeitet von: Tatyana Hurynovich

Am 6. Februar 2026 wurde in Peking, der Hauptstadt der Volksrepublik China, das Rahmenabkommen zur Wirtschaftspartnerschaft (CAEPA) zwischen Südafrika und China unterzeichnet. Die Unterzeichnung erfolgte im Rahmen der neunten Sitzung der Gemeinsamen Wirtschaftshandelskommission (JETC) beider Nationen. Das Abkommen zielt darauf ab, die bilateralen Handelsbeziehungen substanziell zu vertiefen und Südafrikas Exporten zollfreien Zugang zum chinesischen Markt zu gewähren, was eine strategische Diversifizierung der südafrikanischen Handelsstrategie darstellt.

Die südafrikanische Delegation wurde von Parks Tau, dem Minister für Handel, Industrie und Wettbewerb, angeführt. Die chinesische Seite wurde durch Handelsminister Wang Wentao vertreten, der die Unterzeichnung vollzog. Das CAEPA-Rahmenabkommen umfasst Kooperationen in den Schlüsselbereichen Handel, Investitionen, neue Energien sowie multilaterale Zusammenarbeit. Ein zentrales Element ist die Implementierung von Schutzmechanismen, die darauf abzielen, die industrielle Kapazität Südafrikas abzusichern, wodurch ein bewusstes Gleichgewicht zwischen Marktzugang und heimischem Industrieschutz geschaffen werden soll.

Unmittelbar nach der Unterzeichnung wird erwartet, dass Verhandlungen über ein sogenanntes „Early Harvest Agreement“ bis Ende März 2026 abgeschlossen werden. Dieses Abkommen soll kurzfristige Handelsvorteile sichern und die Umsetzung bilateraler Kooperationen beschleunigen. Konkrete Folgeaktivitäten umfassen die Entsendung einer chinesischen Einkaufsmission nach Südafrika sowie die Teilnahme Südafrikas an der 9. China International Import Expo in Shanghai im November 2026.

Die Relevanz dieses Handelsabkommens wird durch die aktuelle außenwirtschaftliche Lage Südafrikas verstärkt, insbesondere angesichts bestehender Zollreibung mit den Vereinigten Staaten, die im Jahr 2025 hohe Zölle verhängten. China ist bereits der größte Handelspartner Südafrikas, und die Vertiefung der Beziehungen wird als strategische Neuausrichtung gewertet. Minister Tau betonte, dass sich durch die engeren Beziehungen neue Möglichkeiten in industriegetriebenen Sektoren wie Bergbau, Landwirtschaft, erneuerbare Energien und Technologie eröffnen.

Paul Makube, Senior Agricultural Economist bei der FNB (First National Bank), sieht in dem Abkommen eine erhebliche Chance für lokale Landwirte, hochwertige Agrarprodukte wie Zitrusfrüchte und Rooibos-Tee auf dem chinesischen Markt zu vertreiben und somit die Abhängigkeit von traditionellen westlichen Märkten zu reduzieren. Die chinesische Seite hob zudem Investitionsmöglichkeiten im südafrikanischen Stahlsektor hervor. Historisch gesehen exportiert Südafrika traditionell Rohstoffe wie Erze nach China, während dort verarbeitete Güter entstehen. Die neue Partnerschaft signalisiert Südafrikas Wunsch, lokale Wertschöpfungsketten auszubauen und den Export verarbeiteter Waren zu steigern, unterstützt durch Chinas Engagement in Bereichen wie Wasserstoff, E-Mobilität und Transportinfrastruktur.

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Quellen

  • SABC News - Breaking news, special reports, world, business, sport coverage of all South African current events. Africa's news leader.

  • SAnews

  • South African Government

  • SowetanLIVE

  • China Global South Project

  • CNBC Africa

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