Cher erhält die Grammy Lifetime Achievement Award — eine Anerkennung für Jahrzehnte des Einflusses, des Muts und der Fähigkeit, die Regeln der Popkultur nach ihren Bedingungen zu verändern.
Musikalische Meilensteine: Die Recording Academy verleiht die Special Merit Awards 2026 in Los Angeles
Bearbeitet von: Inna Horoshkina One
Am 31. Januar 2026 verwandelte sich das Wilshire Ebell Theatre in Los Angeles in ein Epizentrum der Musikgeschichte. Im Vorfeld der 68. jährlichen Grammy-Verleihung hielt die Recording Academy ihre feierliche Zeremonie zur Vergabe der Special Merit Awards ab. Diese prestigeträchtigen Auszeichnungen wurden jenen Persönlichkeiten zuteil, deren visionärer Einfluss die Sprache der modernen Musik nachhaltig geformt hat – von den glanzvollen Bühnenshows und Studioaufnahmen bis hin zu den technologischen und industriellen Grundpfeilern der gesamten Branche.
Schauen Sie, wie Chaka Khan, Bernie Taupin und weitere den Preis für Lebenswerk 2026 erhalten.
Der begehrte Lifetime Achievement Award wurde in diesem Jahr an eine Gruppe herausragender Künstler verliehen, darunter Chaka Khan, Cher, Carlos Santana, Paul Simon sowie posthum an Fela Kuti und Whitney Houston. Chaka Khan war die einzige der Geehrten, die persönlich anwesend sein konnte. In einer emotionalen Rückschau auf ihre über fünf Jahrzehnte währende Karriere, die acht verschiedene Genres von R&B und Jazz bis hin zu Pop umspannte, bezeichnete sie die Musik als ihre persönliche Quelle der Heilung und der unumstößlichen Wahrheit.
RAYE - Ice Cream Man. (Offizieller Visualizer)
Die Ehrungen für die verstorbenen Legenden wurden von ihren Familienmitgliedern entgegengenommen, wobei die Auszeichnung für Fela Kuti einen historischen Meilenstein markierte. Er ging als erster afrikanischer Künstler in die Annalen ein, dem der Lifetime Achievement Award posthum verliehen wurde. Seine Cousine und das Oberhaupt der Familie, Yemisi Ransome-Kuti, betonte in ihrer Rede, dass diese Anerkennung nicht nur ein Sieg für Felas Vermächtnis sei, sondern für die gesamte afrikanische Kultur. Kusis Einfluss, der von seinem politischen Mut bis hin zur rhythmischen Architektur des Afrobeat reicht, prägt bis heute die internationale Musiksprache.
Mit dem Trustees Award wurden Akteure gewürdigt, deren bedeutende Arbeit vornehmlich hinter den Kulissen der großen Bühnen stattfindet. Die Preisträger waren Bernie Taupin, Eddie Palmieri (posthum) und Sylvia Rhone. Rhone setzte einen historischen Akzent als erste schwarze Frau, die ein Major-Label leitete; von 2019 bis 2025 bekleidete sie die Positionen der Vorstandsvorsitzenden und des CEO von Epic Records. Eddie Palmieri, der im vergangenen Jahr im Alter von 88 Jahren verstarb, wurde für seinen immensen Beitrag zum Jazz geehrt. Er war bereits im Jahr 1975 der erste Latino, der jemals einen Grammy gewinnen konnte.
Im Bereich der Innovation wurde John Chowning mit dem Technical Grammy Award ausgezeichnet. Seine Entdeckung der FM-Synthese im Jahr 1967 gilt als eine der Schlüsseltechnologien, die den Klang des digitalen Zeitalters erst möglich machten. Gleichzeitig erhielt der Track „Ice Cream Man“ der Künstlerin Raye den Harry Belafonte Song for Social Change Award. Diese Auszeichnung unterstrich eindrucksvoll die Rolle des Liedes als mächtiges Instrument für den gesellschaftlichen Diskurs und den öffentlichen Protest.
Harvey Mason Jr., der CEO der Recording Academy, fand während der Zeremonie lobende Worte für die Preisträger. Er charakterisierte die Geehrten als eine außergewöhnliche Gruppe von Menschen, deren Wirken sich über Generationen und Genres hinweg erstreckt und das eigentliche Fundament der zeitgenössischen Musiklandschaft bildet. Seine Rede verdeutlichte, dass wahre Größe in der Musik oft durch Beständigkeit und tiefgreifende Veränderungen erreicht wird.
Welchen bleibenden Eindruck hinterlässt dieses Ereignis in der Welt der Klänge? Die Special Merit Awards haben erneut vor Augen geführt, dass sich Musikgeschichte nicht allein durch kurzlebige Hits und Chartplatzierungen definiert. Sie wird vielmehr durch langfristige Entwicklungen geformt – seien sie künstlerischer, technologischer oder institutioneller Natur. Wenn diese verschiedenen Stränge an einem solchen Abend zusammenlaufen, wird klar, dass ein kulturelles Erbe keine verstaubte Museumskategorie ist, sondern eine lebendige Kraft, die unser heutiges Hörerlebnis bestimmt und den Sound der Zukunft maßgeblich mitgestaltet.
Quellen
MoneyControl
The Gulf Today
Internewscast Journal
ClickOrlando
mxdwn Music
Noise11.com
Linda Ikeji's Blog
CelebrityAccess
Noise11.com
Yule Dark
Lakes Media Network
Relix
Noise11.com
Grokipedia
Kiripost
AmxAfrica
