Nachweis von Tryptophan in Bennu-Proben untermauert Theorie des extraterrestrischen Ursprungs präbiotischer Moleküle

Bearbeitet von: Uliana S.

Eine kürzlich durchgeführte Analyse des von dem Asteroiden Bennu zurückgeführten Materials hat die Präsenz der essentiellen Aminosäure Tryptophan bestätigt. Diese Entdeckung, die Ende November 2025 bekannt wurde, ist für die Astrobiologie von größter Bedeutung, da Tryptophan zuvor in keinem Meteoriten oder Weltraumproben nachgewiesen werden konnte. Die Forschung stützt sich auf die Untersuchung einer winzigen Menge des zurückgebrachten Bodens, der von der NASA-Raumsonde OSIRIS-REx gesammelt wurde.

Wissenschaftler haben in Bennu-Proben Tryptophan gefunden — die 15. entdeckte Aminosäure, was die Hypothese bestätigt, dass Asteroiden Bausteine des Lebens zur frühen Erde gebracht haben.

Die Sonde OSIRIS-REx lieferte die Kapsel mit dem Material am 24. September 2023 auf dem Testgelände in Utah auf die Erde zurück. Die Gesamtmasse des zurückgeführten Materials belief sich auf beachtliche 121,6 Gramm. Erste Voruntersuchungen hatten bereits die Existenz von 14 der 20 proteinogenen Aminosäuren sowie aller fünf kanonischen Nukleobasen belegt. Der Fund von Tryptophan, das eine Schlüsselrolle bei der Proteinsynthese und dem Wachstum von Organismen spielt, stärkt die Hypothese, dass die grundlegenden Bausteine des Lebens in der frühen Sonne natürlich im Weltraum entstanden sind, erheblich.

Der Astrochemiker José Aponte vom NASA Goddard Space Flight Center hob hervor, dass dieser Befund die Rolle von Asteroiden der Klasse B, zu der Bennu gehört, als Träger primären Kohlenstoffmaterials bestätigt. Dieses Material ist seit der Entstehung unseres Sonnensystems vor rund 4,5 Milliarden Jahren konserviert geblieben. Die Analyse offenbarte zudem alle notwendigen Komponenten für die Bildung von DNA und RNA. Kate Freeman von der Pennsylvania State University äußerte die Vermutung, dass Asteroiden wie Bennu als eine Art „Lieferdienst“ für präbiotische Substanzen zur frühen Erde fungierten.

Die mineralogische Zusammensetzung der Proben, zu der Phosphate, Karbonate und Sulfate gehören, deutet darauf hin, dass die Entstehung in einer wässrigen Umgebung auf Bennus Mutterkörper stattfand – möglicherweise ein Eiskörper mit einem subglazialen Ozean. Wissenschaftler, darunter das Team unter der Leitung von Dante Lauretta von der University of Arizona, identifizierten ferner präsolare Körner. Dies belegt eine Vermischung von Materie aus verschiedenen Regionen des Sonnensystems. Die Untersuchung von Bennu bietet somit eine einzigartige Gelegenheit, die Chemie der Frühphase des Sonnensystems unverfälscht zu erforschen, im Gegensatz zu gewöhnlichen Meteoriten, die oft durch irdische Kontaminationen beeinträchtigt sind.

Trotz dieses wissenschaftlichen Durchbruchs mahnen die Forscher zur Vorsicht. Die ersten Signale für Tryptophan stammen aus einem extrem kleinen Materialvolumen, was eine weitere, unabhängige Bestätigung unabdingbar macht. Parallel zur organischen Analyse bleibt die Umlaufbahn des Asteroiden Bennu im Kontext des planetaren Schutzes von Interesse. Aktuelle Daten weisen auf eine Kollisionswahrscheinlichkeit von 0,037 % mit der Erde im September 2182 hin. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Probenrückführung wurde die Sonde OSIRIS-REx in OSIRIS-APEX umbenannt und auf eine neue Mission zum Asteroiden Apophis umgelenkt, der die Erde im April 2029 passieren wird.

Quellen

  • Diken

  • Sputnik Türkiye

  • TRT haber

  • NASA

  • CTV News

  • Reddit

  • Astrobiology

  • PNAS

  • NASA

  • r/Astronomy

  • Space.com

  • NASA

  • ANDINA

  • Science Delivered

  • Proceedings of the National Academy of Sciences

  • NASA

  • Astrobiology

  • NASASpaceFlight.com

  • SciTechDaily

  • ResearchGate

  • Planetary Radio

  • NASA

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  • OSIRIS-REx Mission

  • PNAS

  • Nature Astronomy

  • Astrobiology

  • CNN

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