Japans Vermögensverwalter bereiten Krypto-Investmentfonds vor Regulierung 2026 erwartet

Bearbeitet von: Yuliya Shumai

Führende japanische Vermögensverwaltungsgesellschaften forcieren die Entwicklung der ersten kryptobasierten Investmentfonds des Landes. Diese Entwicklung ist eine direkte Reaktion auf die bevorstehenden weitreichenden regulatorischen Anpassungen durch die Finanzdienstleistungsbehörde (FSA), die voraussichtlich bis zur ordentlichen Parlamentssitzung 2026 abgeschlossen sein sollen. Eine zentrale Säule dieser Änderungen ist die geplante Neuklassifizierung digitaler Vermögenswerte als Finanzprodukte gemäß dem Financial Instruments and Exchange Act (FIEA), wodurch Kryptowährungen aus der Beschränkung des Payment Services Act herausgelöst würden, die sie bisher von Investmentfonds ausschließt.

Sechs große Akteure, darunter Daiwa Asset Management, Asset Management One, Amova Asset Management und Mitsubishi UFJ Asset Management, evaluieren oder konstruieren aktiv entsprechende Krypto-Produkte, wie eine Umfrage vom November 2025 belegt. Diese Vorbereitung wird durch die Aussicht auf eine signifikante steuerliche Entlastung untermauert: Die maximalen Steuersätze auf digitale Vermögensgewinne sollen von aktuell bis zu 55 % auf einen pauschalen Satz von 20 % gesenkt werden, was der Besteuerung von Aktiengewinnen entspricht. Nomura Asset Management hat interne Taskforces eingerichtet, um Produktstrategien für die Zeit nach der Reform zu erarbeiten, was die Ernsthaftigkeit der Vorbereitungen unterstreicht.

Die SBI Global Asset Management nimmt eine Vorreiterrolle ein und plant die Einführung von Bitcoin- und Ether-ETFs sowie diversifizierten Krypto-Investmentfonds. Das Unternehmen peilt an, innerhalb von drei Jahren nach der Einführung Vermögenswerte in Höhe von ¥ 5 Billionen (etwa 32 Milliarden US-Dollar) zu verwalten. Diese Ambition spiegelt die Erwartung wider, dass die Legalisierung und steuerliche Begünstigung erhebliche institutionelle und private Nachfrage freisetzen werden. Die FSA beabsichtigt, die Gesetzesänderungen, die auch Anpassungen im Investment Trust Act erfordern, voraussichtlich in der regulären Parlamentssitzung 2026 zur Abstimmung zu bringen.

Parallel zu den Produktvorbereitungen wurden im späten Jahr 2025 weitere regulatorische Schritte unternommen, einschließlich der Prüfung neuer Regeln für die Verwahrung von Krypto-Assets durch registrierte Anbieter sowie der staatlichen Unterstützung eines Yen-Stablecoin-Projekts mit drei großen Banken. Diese Maßnahmen zeigen einen gleichzeitigen Fokus auf Infrastrukturstabilität und Produktinnovation. Operative Hürden bleiben jedoch bestehen, darunter die Etablierung verlässlicher Preis-Benchmarks, die Sicherstellung ausreichender Marktliquidität und die Implementierung robuster Verwahrungs- und Cybersicherheitsrahmenwerke.

Die Mitsubishi UFJ Asset Management, Teil der Mitsubishi UFJ Financial Group mit einem Gesamtvermögen von rund 2,7 Billionen US-Dollar, evaluiert Produktpaletten für institutionelle und private Kunden gleichermaßen. Die FSA plant zudem, Insiderhandelsverbote und umfassende Offenlegungspflichten für die 105 an inländischen Börsen gelisteten Token einzuführen, was das regulierte Produktuniversum stark eingrenzen wird. Diese regulatorische Wende positioniert Japan als eine der fortschrittlichsten Jurisdiktionen Asiens im Bereich der digitalen Vermögensübersicht.

Quellen

  • The Block

  • Decrypt

  • The Block

  • Dimsum Daily

  • Cryptopolitan

  • TradingView

  • DL News

  • Korea Economic Daily

  • XT.com

  • CHOSUNBIZ

  • Smartkarma

  • Blockonomi

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