US-Kongressabgeordneter Fine legt Gesetzentwurf zur Annexion Grönlands vor
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Im angespannten geopolitischen Klima des Jahres 2026 intensivierte sich die Debatte um Grönland, was zu neuen Gesetzesinitiativen im US-Kongress führte. Am Montag, dem 12. Januar 2026, brachte der republikanische Kongressabgeordnete Randy Fine aus Florida den Gesetzentwurf „Greenland Annexation and Statehood Act“ in das Repräsentantenhaus ein. Das Vorhaben zielt darauf ab, dem Präsidenten die rechtliche Befugnis zu erteilen, mit Dänemark über die Annexion Grönlands und dessen Aufnahme als 51. Bundesstaat der Vereinigten Staaten zu verhandeln.
Fine, ein Unterstützer von Präsident Donald Trump, positionierte den Vorschlag als zwingend notwendig für die nationale Sicherheit und zur Eindämmung des Einflusses von Russland und China in der Arktis. Der Abgeordnete argumentierte, die Kontrolle über Grönland sichere essenzielle arktische Schifffahrtsrouten und die Sicherheitsarchitektur der Vereinigten Staaten. Diese legislative Maßnahme folgte auf die Äußerung von Präsident Trump vom 11. Januar 2026, in der dieser seine Absicht bekräftigte, Grönland zu „erwerben“, um eine Übernahme durch rivalisierende Mächte zu verhindern. Das Gesetz würde den Präsidenten ermächtigen, „alle notwendigen Schritte“ zur Akquisition zu unternehmen, einschließlich Verhandlungen mit Dänemark, und verlangt einen Bericht an den Kongress über erforderliche Gesetzesänderungen zur Beschleunigung der Staatenaufnahme, analog dem Weg Alaskas.
Die Notwendigkeit einer Stärkung der US-Dominanz in der Arktis wird durch die zunehmende Präsenz von Konkurrenten wie China und Russland untermauert, wobei Russland seine Militärstützpunkte ausbaut. Grönland ist strategisch wichtig, da es eine Schlüsselposition auf der kürzesten Flug- und Raketenroute zwischen Nordamerika und Eurasien darstellt und die GIUK-Lücke überwacht, ein Tor für russische U-Boote. Die USA unterhalten bereits seit einem Abkommen von 1951 die Pituffik Space Force Base, streben jedoch nun die „Eigentümerschaft“ anstelle von bloßen Stützpunktrechten an.
Der Gesetzesvorschlag stieß international auf heftigen Widerstand, insbesondere von Dänemark und Grönland. Der grönländische Premierminister Jens-Frederik Nielsen betonte, dass die Zukunft des Territoriums von den Grönländern selbst entschieden werden müsse. Umfragen deuten darauf hin, dass etwa 85% der Grönländer eine amerikanische Übernahme ablehnen. NATO-Verbündete, einschließlich Dänemark, warnten davor, dass eine militärische Übernahme eine Zerreißprobe für das Bündnis darstellen könnte; die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen drohte im Falle einer Annexion gegen den Willen Kopenhagens mit dem Ende der NATO.
US-Außenminister Marco Rubio wird diese Woche zu Gesprächen mit dänischen und grönländischen Vertretern in Washington erwartet, um die eskalierende Situation zu erörtern. Bereits am 12. Januar 2026 traf der dänische Botschafter in den USA, Jesper Moller Sorensen, mit dem Abgeordneten Fine zusammen, um die Position Grönlands innerhalb des Königreichs Dänemark zu klären. Beobachter hoffen, die Zeit bis zu den US-Zwischenwahlen im November 2026 „hinzuziehen“, da diese die politische Landschaft verändern könnten, während trinationale Gespräche für diese Woche angesetzt sind.
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Quellen
KOMPAS.com
UPI
mtvuutiset.fi
Florida Politics
India Today
The Guardian
UNN
Global News
Florida Politics
Congressman Randy Fine introduces bill to allow Greenland annexation and U.S. statehood
Congressman Fine Introduces Greenland Annexation and Statehood Act to Strengthen U.S. National Security and Put Our Adversaries on Notice
US Congressman introduces bill for "Annexation and Statehood" of Greenland amid Trump's threat to control the island - The Tribune
Meet the ambassador
Al Jazeera
Foreign Policy
Bruegel
CBS News
The Guardian
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