ISS-Expedition 74 bereitet Energiekanal für neue Solarzellen in kritischem Außenbordeinsatz vor

Bearbeitet von: Tetiana Martynovska

Die Besatzung der Internationalen Raumstation (ISS) schloss am Mittwoch, dem 18. März 2026, einen Außenbordeinsatz (EVA) ab, der für die Modernisierung der Energieversorgung der orbitalen Anlage von zentraler Bedeutung ist. Die NASA-Astronauten Jessica Meir und Chris Williams führten diesen 278. EVA zur Unterstützung der Stationswartung durch, um den 2A-Energiekanal für die zukünftige Montage von International Space Station Roll-Out Solar Arrays (iROSA) vorzubereiten. Der Einsatz begann am Mittwoch und endete um 15:54 Uhr EDT nach einer Dauer von sieben Stunden und zwei Minuten.

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Die Hauptaufgabe der Astronauten, die diesen Einsatz als US-Spacewalk 94 zählten, bestand in der Installation eines Modifikationssatzes und eines Überbrückungskabels für den 2A-Kanal am Backbord-Fachwerk der Station. Die Vorbereitungsarbeiten, zu denen auch das Anziehen von Schrauben an einem Batteriegehäuse gehörte, waren fundamental für die langfristige Betriebsfähigkeit der ISS, auch wenn sie nicht als missionskritisch eingestuft wurden. Diese Arbeiten setzen die Serie von Aufrüstungen fort, die 2021 mit der Installation von iROSA-Kits für die Energiekanäle 2B und 4B begannen. Die nun abgeschlossene Arbeit am Kanal 2A markiert die Vorbereitung des siebten von insgesamt acht geplanten iROSA-Arrays, welche die Stromversorgung bis zum voraussichtlichen Missionsende der Station im Jahr 2030 sichern sollen.

Die ursprünglichen Solarzellen der ISS, deren Installation 2009 abgeschlossen wurde, waren auf 240 Kilowatt ausgelegt, sind jedoch durch Strahlung auf 160 Kilowatt degradiert. Die neuen iROSA-Module, die von Redwire entwickelt wurden, soll jedes etwa 20 Kilowatt erzeugen und die Leistung wieder auf das ursprüngliche Niveau anheben. Die Verzögerung der Spacewalks 94 und 95, die ursprünglich für Januar 2026 angesetzt waren, erfolgte aufgrund der vorzeitigen Abreise der NASA SpaceX Crew-11-Mission, was eine Neujustierung der zeitlichen Planung der Außeneinsätze erforderlich machte. Die gesamte Arbeit zur Steigerung der Energiekapazität demonstriert die Erprobung der Roll-Out-Technologie für künftige Programme wie das Lunar Gateway des Artemis-Programms.

Die Expedition 74 wird von einer internationalen Kooperation getragen. Neben Meir und Williams waren die ESA-Astronautin Sophie Adenot und der NASA-Astronaut Jack Hathaway an Nacharbeiten und wissenschaftlichen Aufgaben beteiligt. Die russische Besatzung, bestehend aus den Kosmonauten Andrey Fedyaev, Sergei Mikaev und Kommandant Sergey Kud-Sverchkov, konzentrierte sich auf interne Wartungsarbeiten und Frachtvorbereitung. Ein wichtiger Aspekt der aktuellen Forschung ist der Test autonomer medizinischer Diagnostik, einschließlich Augmented-Reality-Ultraschallgeräten wie EchoFinder-2. Diese von der französischen Raumfahrtagentur CNES entwickelte Technologie, die mit künstlicher Intelligenz arbeitet, ist entscheidend für weitreichende Missionen zum Mond und Mars, wo Echtzeitunterstützung von Spezialisten aufgrund von Kommunikationsverzögerungen entfällt.

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Quellen

  • NASA

  • NASA

  • NASA

  • wbir.com

  • Signals AZ

  • NASA

  • Xinhua

  • NASA

  • Space.com

  • The Times of India

  • NASA

  • AI15

  • SPACEFACTS

  • Queens Gazette

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