Skoda 100 Elektro-Konzept: Neuinterpretation einer Ikone im Zeichen von Modern Solid

Bearbeitet von: Tetiana Pin

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Der tschechische Automobilhersteller Skoda Auto hat im Rahmen seiner fortlaufenden Serie „Icons Get a Makeover“ eine elektrische Konzeptstudie des legendären Skoda 100 Limousinenmodells enthüllt. Dieses spannende Projekt wurde von Martin Paclt, einem Exterieur-Designer, der maßgeblich an der Entwicklung aktueller Modelle wie Enyaq, Karoq, Kamiq und Kodiaq beteiligt war, realisiert. Es demonstriert eindrucksvoll, wie die aktuelle Designsprache „Modern Solid“ auf das reiche historische Erbe der Marke angewandt werden kann.

Der ursprüngliche Skoda 100 nimmt einen besonderen Platz in der Markengeschichte ein, da er das erste Modell war, das die Millionengrenze im Produktionsvolumen überschritt; insgesamt verließen 1.079.708 Einheiten die Fertigungsbänder. Aufbauend auf diesem Fundament wurde das moderne Konzept nun in der Skoda-Zentrale in Mladá Boleslav geschaffen. Designer Martin Paclt entschied sich bewusst gegen eine bloße Retro-Kopie. Stattdessen verlieh er der Limousine einen deutlich gehobeneren, fast schon „limousinenartigen“ Charakter, obwohl der historische Skoda 100 einst als erschwingliches Volksauto konzipiert war. Die Proportionen des neuen Konzepts orientieren sich an der aktuellen Skoda Superb-Linie, doch in seinen Abmessungen übertrifft das Konzept dieses sogar, während es die klassische Silhouette einer viertürigen Limousine mit sanften, eleganten Linien beibehält.

Äußerlich vereint das Fahrzeug unverkennbare Merkmale mit dem futuristischen und zugleich soliden Stil von Modern Solid. Die traditionellen runden Scheinwerfer wichen hochmodernen LED-Einheiten. Sowohl an der Front als auch am Heck finden sich nun durchgehende Lichtbänder, die als subtile Anspielung auf die verchromten Zierelemente des klassischen Wagens dienen. Eine der gewagtesten Designentscheidungen ist das vollständige Fehlen einer Heckscheibe. Diese Maßnahme ermöglichte es den Designern, die Formgebung der Frontverglasung aufzugreifen und gleichzeitig die Idee einer heckseitig angeordneten Antriebseinheit visuell zu thematisieren.

Auch technisch bleibt das Konzept dem Original treu: Der Antriebsstrang ist weiterhin im Heck platziert, allerdings handelt es sich nun um eine elektrische Motorisierung. Um diese E-Einheit adäquat zu kühlen, integrierte Paclt einen markanten Lufteinlass oberhalb des Daches sowie zusätzliche Luftführungen im hinteren Bereich. Diese Anordnung hat den praktischen Vorteil, dass der vordere Bereich komplett für den Hauptgepäckraum, den sogenannten „Frunk“, freigegeben wird. Zusätzlich steht ein weiteres Gepäckabteil über dem hinteren Motorenraum zur Verfügung.

Dieses Fahrzeug ist primär ein reines Design-Experiment und ist nicht für eine Serienproduktion vorgesehen. Dennoch reiht es sich nahtlos in die Reihe von Konzeptstudien ein, in denen bereits der Skoda 110 R Coupé und der Skoda Favorit neu interpretiert wurden. Solche Projekte geben einen tiefen Einblick in die zukünftige Designrichtung von Skoda. Die Marke beweist damit ihre Fähigkeit, das eigene Erbe behutsam neu zu beleuchten und gleichzeitig moderne Strömungen der Elektromobilität sowie den neuen Marken-Designkodex erfolgreich zu adaptieren.

Quellen

  • AutoRevue.cz

  • Škoda World

  • autoevolution

  • Skoda UK

  • Gagadget.com

  • CarThrottle

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