
Spiralgalaxie NGC 1792 mit einem Ausbruch der Sternentstehung. Quelle: ESA/Hubble & NASA, D. Thilker, F. Belfiore, J. Lee und das PHANGS-HST-Team.
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Bearbeitet von: Uliana Soloveva

Spiralgalaxie NGC 1792 mit einem Ausbruch der Sternentstehung. Quelle: ESA/Hubble & NASA, D. Thilker, F. Belfiore, J. Lee und das PHANGS-HST-Team.
Das Weltraumteleskop Hubble, ein gemeinsames Projekt der NASA und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), hat eine beeindruckende, neu aufbereitete Ansicht der Spiralgalaxie NGC 1792 veröffentlicht. Diese Galaxie zeichnet sich durch eine besonders intensive Phase der Sternentstehung aus. NGC 1792 ist kosmisch gesehen ein gutes Stück entfernt: Sie befindet sich in einer Entfernung von über 50 Millionen Lichtjahren von unserem Heimatplaneten Erde, eingebettet im südlichen Sternbild Columba (der Taube). Die ESA machte diesen neuen, verfeinerten Schnappschuss Anfang Dezember 2025 öffentlich. Die Aufnahme integriert zusätzliche Beobachtungsdaten, die im Laufe des Jahres 2025 gesammelt wurden, und bietet somit ein tieferes Verständnis der astrophysikalischen Vorgänge in diesem Himmelsobjekt.
NGC 1792 wird als Starburst-Galaxie klassifiziert. Dieser Begriff signalisiert ein Zentrum intensiver Sternenentstehung, in dem die Spiralarme regelrechte „Sternenwiegen“ beherbergen. Diese hohe Aktivität verleiht der Galaxie im Verhältnis zu ihrer Masse eine bemerkenswerte Leuchtkraft, weshalb sie ein spannendes Forschungsobjekt darstellt. Die in den Armen sichtbaren rötlichen Schimmer sind ein direktes Indiz für H-Alpha-Emissionen. Diese Emissionen belegen die Präsenz dichter Wolken aus molekularem Wasserstoff, dem Rohmaterial für die Geburt neuer Sterne. Die jungen, frisch entstandenen Sterne strahlen intensive ultraviolette Strahlung ab, die das umgebende Gas ionisiert und so das charakteristische rote Leuchten hervorruft.
Fachleute aus der Astronomie vermuten, dass die unregelmäßige Erscheinung von NGC 1792 und dieser Ausbruch der Sternenbildung auf eine gravitative Wechselwirkung mit ihrem massereicheren Nachbarn, der Galaxie NGC 1808, zurückzuführen sind. Es wird angenommen, dass die starke Anziehungskraft die Gasreserven in NGC 1792 aufgewühlt und den Prozess der Sternentstehung gezielt auf der Seite konzentriert hat, die der externen Beeinflussung am stärksten ausgesetzt ist. Dieses Phänomen macht NGC 1792 zu einem wichtigen Studienobjekt, um komplexe galaktische Interaktionen zu untersuchen, einschließlich der Dynamik von Gas, der Entwicklung von Sternhaufen und der Häufigkeit von Supernovae.
Die aktualisierte Aufnahme wurde mithilfe der Wide Field Camera 3 (WFC3) des Hubble-Teleskops erstellt. Diese Kamera ersetzte die ältere WFPC2 nach der vierten Wartungsmission des HST im Mai 2009. Die WFC3 ist ein technisches Wunderwerk, das Aufnahmen über einen breiten Wellenlängenbereich von 200 bis 1700 Nanometern ermöglicht. Die zusätzlichen Daten aus dem Jahr 2025 vertiefen unser Wissen über die inneren Mechanismen der Galaxie. NGC 1792 ist bemerkenswert, da sie, anders als unsere Milchstraße, keinen zentralen Balken aufweist. Sie dient somit als exzellentes Beispiel für eine Spiralgalaxie, die durch äußere Einflüsse geformt wird. Dies erlaubt Forschungsteams, wie der PHANGS-HST-Kollaboration, zu erforschen, wie externe Kräfte die innere Struktur und die langfristige Evolution von Galaxien beeinflussen.
Diese Galaxie, die auch unter der Bezeichnung LEDA 16709 bekannt ist, wurde erstmals am 4. Oktober 1826 vom schottischen Astronomen James Dunlop katalogisiert. Dunlop verzeichnete zwischen 1823 und 1826 in Parramatta, New South Wales, Australien, rund 7385 Sterne sowie zahlreiche helle Deep-Sky-Objekte. Sein wohl bekanntestes Entdeckungsobjekt ist die Radioquelle NGC 5128, besser bekannt als Centaurus A, welche ebenfalls eine aktive Starburst-Galaxie darstellt. Das nunmehr vorliegende, aktualisierte Porträt von NGC 1792 unterstreicht eindrücklich die Rolle, die gravitative Störungen bei der Anregung aktiver Sternentstehungsprozesse in weit entfernten Galaxien spielen.
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