Weltweit gesichtete Lichtpfeiler: Ein faszinierendes atmosphärisches Phänomen

Bearbeitet von: Tetiana Martynovska 17

Erstaunliche Lichtsäulen erschienen direkt nördlich von St. Petersburg, Russia.

Bürger rund um den Globus haben in jüngster Zeit das Auftreten von Lichtpfeilern dokumentiert. Diese optische Erscheinung manifestiert sich in Form leuchtender, vertikaler Säulen am Himmel. Dieses beeindruckende Schauspiel entsteht, wenn Lichtstrahlen von verschiedenen Quellen – sei es die Sonne, der Mond oder künstliche Beleuchtung am Boden – an flachen Eiskristallen reflektiert werden, die in den unteren Luftschichten schweben.

Lithuania wurde kürzlich von seltenen Lichtsäulen erhellt, einem atemberaubenden atmosphärischen Phänomen, das mit bloßem Auge sichtbar ist.

Meteorologen betonen, dass für die Ausbildung dieser markanten säulenförmigen Strukturen spezifische Wetterbedingungen erforderlich sind. Die Umgebungstemperatur muss demnach deutlich unter minus 10 Grad Celsius fallen. Oftmals gehen diese Bedingungen mit leichtem Schneefall einher, solange eine sichtbare Lichtquelle vorhanden ist. Es handelt sich hierbei um ein Phänomen, das präzise physikalische Voraussetzungen benötigt, um sichtbar zu werden.

Elmore, Ohio

Wissenschaftlich gesehen wird dieses Schauspiel zur Familie der Halos gezählt. Es resultiert aus der Interaktion von Licht mit Eiskristallen, meist in Form von flachen, hexagonalen Plättchen. Diese Kristalle richten sich während ihres Sinkflugs horizontal aus. Damit die Pfeiler überhaupt sichtbar werden, müssen diese Kristalle bodennah in der Luft verbleiben. Bei extremer Kälte werden diese Ansammlungen manchmal als „Diamantstaub“ bezeichnet.

Der Meteorologe David Samuhel von AccuWeather erläuterte, dass die Kristallbildung typischerweise einsetzt, wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt von null Grad Fahrenheit sinken. Häufig sind Temperaturen von minus 10 bis 20 Grad oder noch kälter notwendig. Hinzu kommt die Anforderung an extrem ruhige, windstille Luft. Diese Windstille ist entscheidend, damit sich die Kristalle optimal ausrichten können.

Die Farbe, die in dem Lichtpfeiler erscheint, ist eine direkte Spiegelung der Farbe der ursprünglichen Lichtquelle. Dies kann das Licht von Straßenlaternen, der allgemeinen städtischen Beleuchtung oder dem Mondlicht sein. Es ist wichtig zu verstehen, dass es sich hierbei um eine reine optische Täuschung handelt. Der Pfeiler existiert nicht physisch über oder unter der Lichtquelle; er entsteht durch die gebündelte Reflexion des Lichts von Kristallen, die sich in der vertikalen Ebene des Beobachters befinden.

Gegenden, die für dieses Himmelsereignis bekannt sind, da dort die atmosphärische Stabilität die Schwebe des notwendigen Eiskristallnebels begünstigt, umfassen unter anderem Zentral-Alberta, Alaska und Russland. Diese Regionen erleben aufgrund ihrer klimatischen Gegebenheiten häufiger solche Erscheinungen.

Ein bemerkenswertes Beispiel ereignete sich am Abend des 2. Januar 2026 in der Nähe von St. Petersburg, Russland. Dort beobachteten Anwohner, wie die Lichter der Stadt als vertikale Strahlen durch die eisige Luft schienen. Obwohl die exakte Entstehung der Eiskristalle selbst schwer vorherzusagen ist, bietet die Prognose der notwendigen kalten und windstillen Wetterlagen eine probabilistische Möglichkeit, diese ätherischen Lichtstrahlen zu antizipieren. Meteorologen ordnen diese tief liegenden optischen Effekte konsequent als natürliche, physikbasiert Vorgänge ein, die sich klar von Phänomenen wie den Polarlichtern unterscheiden.

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Quellen

  • Беларускае тэлеграфнае агенцтва

  • Кобрин Сити

  • Мой BY - Moyby.Com

  • Наша Ніва

  • Новости Mail

  • India Today

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