Tiefes Erdbeben der Stärke 7,1 erschüttert Region vor Sabah, Malaysia

Bearbeitet von: Tetiana Martynovska 17

Sehr starkes Erdbeben der Stärke 7,1 wurde gerade gemeldet, 63 km westlich von Kudat, Malaysia.

Am frühen Montagmorgen, dem 23. Februar 2026, registrierten seismische Überwachungssysteme ein starkes Beben vor der Küste des malaysischen Bundesstaates Sabah. Das United States Geological Survey (USGS) erfasste das Ereignis preliminär mit einer Magnitude von 7,1. Das Epizentrum lag demnach weniger als 100 Kilometer nordöstlich von Kota Kinabalu. Die außergewöhnliche Tiefe des Bebens, die mit rund 619,8 Kilometern angegeben wurde, war ein entscheidender Faktor für die geringe unmittelbare Gefahr an der Oberfläche.

Diese Tiefe klassifiziert das Ereignis als ein sogenanntes Tiefenherdbeben, was die Entstehung von Tsunamis verhinderte; das US Tsunami Warning Center gab dementsprechend keine Warnungen heraus. Seismologen ordneten die Aktivität als tiefes Intraslab-Beben ein. Die Bodenbewegungen waren dennoch über eine weite geografische Fläche spürbar, mit Berichten, die Erschütterungen bis nach Sarawak, Teilen von Peninsular Malaysia und sogar bis nach Singapur, über 1.500 Kilometer entfernt, meldeten.

Lokale Behörden zeigten leicht abweichende Messwerte: MetMalaysia verortete die Magnitude auf 6,8 und die Tiefe auf etwa 678 Kilometer, mit dem Epizentrum rund 49 Kilometer westlich von Kudat. Trotz der registrierten Intensität meldeten die Rettungsdienste in Sabah keine unmittelbaren Schäden oder Verletzungen, was direkt auf die extreme Tiefe des Ursprungs zurückgeführt wird.

Dieses Ereignis markiert das stärkste Beben in der Nähe Malaysias seit dem Jahr 1923, als ein Beben der Stärke 6,5 oder 6,6 registriert wurde. Die geologische Lage der Region, die durch aktive Plattenbewegungen gekennzeichnet ist, macht solche tiefen Beben zu einem wiederkehrenden Phänomen. Eine geologische Studie vom Oktober des Vorjahres hatte bereits darauf hingewiesen, dass sechs malaysische Staaten, darunter Sabah und Sarawak, einem Erdbebenrisiko ausgesetzt sind.

Die Behörden betonten die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Überwachung der Lage. Die Wahrnehmung der Erschütterungen in Singapur unterstreicht die weitreichende Energieübertragung dieses tiefen Ereignisses. Während die unmittelbare Gefahr als gebannt gilt, dient die Kalibrierung der Messdaten – die Differenz zwischen der USGS-Tiefe von 619,8 Kilometern und der MetMalaysia-Messung von 678 Kilometern – als wichtige Information für die seismische Bereitschaft der Infrastruktur in Ost- und Westmalaysia.

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Quellen

  • Българска Телеграфна Агенция

  • CNA

  • NZ Herald

  • Mothership.SG

  • The Online Citizen

  • Volcano Discovery

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