Starker Schneefall am Ätna führt zu Verkehrschaos nahe Piano Provenzana

Bearbeitet von: Tetiana Martynovska 17

Der Vulkan Ätna in Italien sah sich am 31. Januar 2026 mit einer signifikanten Wetterveränderung konfrontiert, als ungewöhnlich starke Schneefälle die Zugänglichkeit zu den touristischen Höhenlagen stark einschränkten. Diese Niederschlagsereignisse, die auf den kurz zuvor wütenden Zyklon „Harry“ Ende Januar folgten, führten paradoxerweise zur Ausbildung einer meterdicken Schneedecke oberhalb von 1.500 Metern. Dies veranlasste die Betreiber des Skigebiets Etna Nord, am Samstag die Anlagen in Piano Provenzana zu eröffnen, was erwartungsgemäß zahlreiche Besucher anzog, die die winterliche Landschaft genießen wollten.

Noch verrückter Schnee! Autos sind dort unter dem Schnee begraben! Das war am Sapienza refuge auf dem Ätna in Sizilien.

Die Infrastruktur, insbesondere die Zufahrtsstraßen wie die Mareneve-Straße, die durch den höchsten Pinienwald Siziliens führt, war dem Besucherandrang nicht gewachsen. Es kam zu erheblichen Verkehrsstörungen und Blockaden im Bereich der Bergstation Piano Provenzana. Berichte von Bergführern, die über soziale Medien verbreitet wurden, wiesen darauf hin, dass viele Fahrzeuge ohne die vorgeschriebene Winterausrüstung unterwegs waren, was zu stundenlangen Stillständen führte. Obwohl auf den Provinzstraßen die Mitführung von Schneeketten oder die Nutzung von Winterreifen obligatorisch ist, schien die Einhaltung der Vorschriften vor Ort mangelhaft zu sein.

Die aktuelle Situation verdeutlicht die Herausforderung, die touristische Erschließung eines aktiven Vulkans mit extremen Wetterlagen in Einklang zu bringen. Die vorangegangenen Wetterkapriolen, insbesondere der Zyklon „Harry“, der ab dem 20. Januar 2026 mit Orkanböen von über 130 km/h und Wellenhöhen von bis zu acht Metern die Ostküste Siziliens verwüstete, hatten bereits erhebliche Infrastrukturschäden verursacht. Dieser Sturm, der eine 100 Kilometer lange Spur von Messina bis Syrakus zog und auch Kalabrien sowie Sardinien betraf, unterbrach Eisenbahnlinien und beschädigte Küstenstraßen. Die jüngsten Schneefälle am 31. Januar stellen somit eine weitere, wenn auch andere, Belastung für die ohnehin beanspruchte Region dar, woraufhin die Behörden in Catania den Notstand ausriefen.

Angesichts der akuten Verkehrslage und der potenziellen Gefahren in alpinen Höhenlagen eines aktiven Vulkans, wo die Kombination aus Schnee und vulkanischer Aktivität unvorhergesehene Ereignisse begünstigen kann, mahnen lokale Verantwortliche zur äußersten Vorsicht. Bergführer äußerten zudem Bedenken, dass Rettungskräfte im Notfall aufgrund der Blockaden die Betroffenen nicht schnell genug erreichen könnten. Die lokalen Autoritäten bekräftigen ihre dringende Empfehlung an alle Reisenden, die touristischen Höhenlagen des Ätna nur mit größter Umsicht und der erforderlichen winterfesten Ausrüstung anzusteuern, um eine Wiederholung der Verkehrslähmung zu verhindern.

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Quellen

  • Portfolio.hu

  • Stretto Web

  • HungaroMet

  • Portfolio

  • Kemma.hu

  • Agrárszektor

  • Bollettino neve Etna Nord - Linguaglossa | pianoprovenzana.it

  • Bollettino neve - Etna Sci

  • La parte buona del ciclone Harry: abbondante nevicata sull'Etna. Finita l'emergenza, potrebbe partire la stagione sciistica - La Sicilia

  • Etna, mezzi Anas a lavoro per liberare dalla neve le strade provinciali

  • Etna, Barbagallo: “Muri di neve e strade chiuse, Trantino inadeguato” - Etna News 24

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