Erfolgreiche Nachzucht: Goodfellow-Baumkänguru im Chester Zoo geboren
Bearbeitet von: Olga Samsonova
Der Chester Zoo meldet einen bedeutenden Erfolg in der Arterhaltung: Ein seltenes Jungtier des Goodfellow-Baumkängurus (Dendrolagus goodfellowi) hat das Schutzkleid seiner Mutter Kitawa verlassen. Dieses männliche Jungtier markiert die zweite erfolgreiche Nachzucht dieser stark gefährdeten Spezies in der britischen Einrichtung und ist ein wichtiger Beitrag zu den internationalen Bemühungen, das Überleben dieser Baumkängurus zu sichern.
Die Elterntiere, Kitawa und der Vater Kayjo, sind Teil eines europäischen Zuchtprogramms, das auf die Erhaltung einer genetisch diversen Population in menschlicher Obhut abzielt. Die Entwicklung des Neugeborenen, das bei der Geburt winzig war, wurde akribisch dokumentiert. Mithilfe fortschrittlicher endoskopischer Kameras, die intermittierend in Kitawas Beutel eingeführt wurden, konnten Tierpfleger das Wachstum des Jungtiers präzise verfolgen. Das nun 1,85 kg schwere Männchen verbrachte die ersten Monate seines Lebens im Schutz des Beutels; diese kameragestützte Überwachung liefert entscheidende Einblicke in die frühen Lebensstadien, eine Methode, die erst vor wenigen Jahren möglich wurde.
Die wissenschaftliche Expertise des Chester Zoos war für diesen Erfolg zentral. Das Team nutzte die Analyse von Hormonspiegeln im spezialisierten Labor des Zoos, das sich im Internationalen Zentrum für Zoowissenschaften befindet, um den optimalen Zeitpunkt für die Paarung von Kitawa und Kayjo zu bestimmen. Dieses Labor gilt als die einzige Einrichtung dieser Art in Europa und ist auf die Erforschung der Reproduktionsbiologie bedrohter Arten spezialisiert. Die gewonnenen Daten sollen weltweit Zoos bei ihren Schutzbemühungen unterstützen.
Das Goodfellow-Baumkänguru, benannt nach dem britischen Naturforscher Walter Goodfellow, ist in den Bergregenwäldern seiner Heimat Papua-Neuguinea durch Habitatverlust und Bejagung stark bedroht und wird von der IUCN als „stark gefährdet“ eingestuft. Die geringe Reproduktionsrate der Tiere, bedingt durch die hohe energetische Investition der Mutter in ein einzelnes Jungtier, macht jeden erfolgreichen Nachwuchs zu einem wichtigen Meilenstein für die globale Population, die in Zoos weltweit nur etwa 55 Individuen umfasst. Der Chester Zoo ist eine von nur zwei Einrichtungen in Großbritannien, die diese seltene Känguruart pflegen.
Die Tierpfleger des Chester Zoos konsultieren derzeit Gemeinschaften in Papua-Neuguinea, um dem männlichen Jungtier einen angemessenen Namen zu geben. Dies unterstreicht die enge Verknüpfung zwischen den Schutzbemühungen in menschlicher Obhut und den lokalen Gemeinschaften im Verbreitungsgebiet. Die wissenschaftlichen Fortschritte, die durch diese Geburt ermöglicht wurden, demonstrieren die zentrale Rolle moderner zoologischer Einrichtungen bei der Bewältigung der globalen Biodiversitätskrise durch die Bündelung von Forschung, Technologie und internationaler Kooperation.
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Quellen
Liverpool Echo
Newsroom Panama
The Oldham Times
Liverpool Echo
blue News
Animal Diversity Web
WAZA
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